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Beiträge zur Geschichte der Trierer Buchmalerei im früheren Mittelalter
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santen Einblick in die verschiedenen Phasen der Herstellung ma. Bilder-handschriften. Eine Initial L zeigt die Kombination von weissen Punktenmit rotem Mittelpunkt.

Vollständig ausgeführt ist ein segnender Christus mit Buch in derMandorla, der grosse Ähnlichkeit zeigt mit dem Christus in Hs. 530.

Auf der Seitenschnittfläche findet sich die alte BibliothekssignaturA 10, während die Hs. 530 an demselben Orte die Signatur A 9 trägt;ferner tragen beide Hss. auf der oberen Schnittfläche die Signatur 3.Hs. 530 hat als Einband einen alten, mit rotgefärbtem Leder über-zogenen Holzdeckel. Das Leder enthält eingepresste Verzierungen, meistkleine Schildchen, die abwechselnd den Doppeladler und ein gekröntesMeerweib, das mit den Händen die beiden Fischschwänze umschliesst,enthalten. Auf den Deckeln findet sich noch der Messingbeschlag derbeiden Schliessen, die selbst fehlen. Auf der Seitenschnittfläche stehtA|9|4EVANGE|LIA|MANUSCP|. Dem Vorderdeckel ist einSchildchen aufgeklebt mit der Nummer 489 (alte No. von Hüpsch).Der Metallschmuck des Vorderdeckels, von dessen Befestigung Spurenzu sehen sind, ist abgenommen. Herr Dr. Adolf Schmidt, der michauf die übereinstimmenden Signaturen und die Provenienz dieser beidenMünchen-Gladbacher Hss. hinwies, teilte mir brieflich mit, dass er nacheiner genauen Vergleichung beider Hss. zu dem Resultate gelangte, dassder Elfenbeinschmuck, der jetzt auf der Museumshs. ist, ursprünglichauf Hs 530 sass. Der Deckel lässt noch ganz deutlich erkennen, wodie neun Elfenbeinstücke befestigt waren. Auch die beiden Giebel ge-hörten wohl zum alten Schmuck, während der Renaissancegiebel in dieZeit des auf dem unteren Streifen der Metalleinfassung inschriftlichgenannten Abtes Jacobus de Heggen fällt (V. D. DNVS. IACOBVS.DE HEGGEN ABB. HVIVS LOCI), der wohl auch den Schmuckvon der einen Hs. auf die andere transferieren Hess. Nun war nachEckertz und Noever (D. Abtei München-Gladbach S. 125) ein Jacobusde Hecghen 15741583 Abt von M.-Gladbach. Alle Umstände wirkenzusammen, um den Ursprung der Hs. in M.-Gladbach unnmstössliehzu beweisen.

Neben der schon erwähnten Initiale B im Germanischen Museum,deren Herkunft aus M.-Gl. infolge des Medaillons mit dem h. Vitusund aus technisch-stilistischen Gründen wahrscheinlich ist, entstammtder Schreibstube dieser Abtei noch eine Hs. der Chronik Alberts vonAachen (vgl. Kugler a. a. 0.), welche im Besitze des Freiherrn vondem Bussche-Hünnefeld ist (perg. saec. XII). Die Innenseite der vorderen

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