Druckschrift 
Beiträge zur Geschichte der Trierer Buchmalerei im früheren Mittelalter
Entstehung
Seite
105
Einzelbild herunterladen
 

' ''''" ' ' '"' : ' ' "' '

105

eine Zweiteilung vorgenommen, so dass zwei gesonderte schmale Recht-ecke entstanden. In dem linken Rechtecke sitzt der Evangelist aufeinem Stuhle, nach links gewendet und auf einer Rolle schreibend. DasUntergewand ist blaugrün mit silbernem Clavus, das Obergewand rotmit weisser und Lokaltonhöhung. Inkarnat und Gesichtsbildung ent-sprechen der des Mathäusbildes. Nimbus silber, deutlich hervortretendeStirnlöckchen. Auf dem blauen Grunde: S. Marcus.

Das zweite Rechteck enthält den Initial J auf Purpurgrund. Dergoldene rotgefüllte Initialbalken ist im Grunde blau und grün gefüllt;der Grund selbst ist ziemlich willkürlich, der Buchstabenform des Jetwas angepasst, abgeschlossen.

fol. 109b. S. Lucas in Ganzzierblatt (20,2X14,5 cm). DerRahmen wird gebildet durch zwei goldene rotumrissene Leisten, zwischendenen das Bordürenornament sich durchzieht. Es wird gebildet durcheinen den Seiten parallel gehenden dünnen roten Streifen, der mit weissenPunkten besetzt ist; nach beiden Seiten sind dicht nebeneinander ein-fache Blätter angesetzt 1 ). Unterbrochen wird das Ornament durch zehnVierecke (an den Ecken, in der Mitte der Breitseiten und zweimal inden Längsseiten), die wiederum übereck gestellte Vierecke enthalten.Letztere enthalten wieder Rosetten; die Zwickelecken werden ausgefülltdurch weisse Tupfen mit einem grösseren roten Tupfen in der Mitte.Ähnliche Motive zeigen auch das Freiburger Sacramentar sowie derTrierer Codex der Pariser Bibl. nat. (Cod. lat. 8851, suppl. lat. 667)saec. X ex. Der seine Feder spitzende Evangelist selbst sitzt halblinks voreinem Schreibpult, dessen Blatt auf einem Akanthus (eingestreute Punkt-rosetten und Staubfäden) ruht. Der goldene Nimbus hat einen silberneuRahmen, welcher nach dem Golde zu rot, nach dem blauen Grunde rotund weiss konturiert ist. Der Bart ist weiss, in dem braunen Haar sindweisse Einzeichnungen und schwarze Striche; die Stirnlöckchen fehlennicht. Der Stuhl trägt zwei Reihen romanischer Arkaden übereinander.

fol. 110a. Ganzblatt (20,9 X 15 ) 4 cm )- Zwei goldene rotkon-turierte Rahmen schliessen eine Bordüre ein (Palmette). Initial Q aufrotbraunem Grunde (Quoniam quidem, optime Theophile etc. rechts undMulti cornati sunt etc. links, beide Texte durch den Schwanz derInitiale geschieden). Der Initial selbst (gold und silber mit roten Um-rissen) ruht auf blauem und grünem Grunde; die Umrahmung des

! $33

sST

') dieselben sind nach aussen graugrün, nach innen blau. Konturbeiderseits schwarz, desgl. ist die Rippeneinzeichnung schwarz.

isSaSKSalsSI