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Der von Voege S. 383 erwähnte Codex der Darmstädter Hof-bibliothek (No. 1946, 4°, Missale saec. X ex ; vgl. die Litteratur beiVoege) stammt aus einem Echternacher scriptorium, wie der in Gebetengenannte Name des Patrons Willibrord, noch vielmehr aber der engetechnische und stilistische Zusammenhang mit den übrigen Werken derEchternacher Schule beweist. Eine genaue Beschreibung der Hs. wirdam deutlichsten die Abhängigkeit von Trier illustrieren.
fol. 9b. Ganzzierblatt mit Goldschrift auf Purpurgrund. Ini-tial P mit Gold und Silber im Stile der Schule; Füllung blau undgrün. In der Füllung sind weisse Punkte, auf dem silbernen Grunderote Punkte eingestreut. Die Umrahmung setzt sich aus drei Farbenzusammen. Ein äusserer, schmalerer, rotkonturierter Goldrahmen be-ginnt, es folgt ein breiteres, perspectivisches Mäanderband in Rot, Grün,Blau und Rötlichviolett mit eingestreuten, bis zu 5 kombinierten Punktenauf dem schwarzen Grunde. Zuletzt schliesst ein schmaleres Silberband,das nach aussen rot, nach innen rot und weiss konturiert ist.
fol. 10a. Ganzblatt: Initialligitur Vere dignum bildet einen Tier-kopf, der in die Ranke beisst, wie z. B. im Echternacher Codex(Lamprecht, Tafel 23). Die Füllung des Grundes, auf dem weisseTunkte, ist rötlichviolett, grün und blau. Das Umrahmungssystem ist einähnliches, nur ist der Mäander einfacher. In den Ecken des Rahmenssind in je einem viereckigen Medaillon auf rotem Grunde rote Rosettenmit roter Einzeichnung eingelassen.
fol. 10b. Ebenfalls Ganzzierblatt mit der Fortsetzung der Litaniein Goldschrift auf Purpur. Die Rahmenverzierung weist eine Art vonmerkwürdig gebrochener Bandverschlingung auf, die wie aus Blech ge-bogen aussieht (ähnlich im Echt. Codex, Lamprecht, Tafel 23 und inder von Voege auf Echternach lokalisierten Hs. Egerton 608 d. Britishmuseum fol. 3a, vgl. auch Tafel IV).
fol. IIa. Ähnliches Umrahmungsmuster des Ganzzierblattes.Fortsetzung der Litanie.
fol. llv. Ebenfalls Ganzzierblatt mit Purpurgrund und grossemInitial T-e igitur in demselben in der typischen Schulweise. In denEcken des Rahmens sind Quadratmedaillons ausgespart, die auf Silber-grund in roter Zeichnung männliche Köpfe en face tragen.
fol. 12. Umrahmung Mäanderband. Auf dem Purpurgrund derunbärtige Crucifixus. Das Incarnat ist warm rötlich gelb. Schwarzelange Haare fallen vom Haupte herab. Aus den Fuss- und Handwundenfliesst Blut herab, das unter den Füssen von einem rötlichvioletten,