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weissgehöhten und schwarz umrissenen Kelche aufgefangen wird. Einrotbrauner, oben links künstlich verknoteter, bis zum Knie reichenderLendenschurz ist gut gezeichnet. Arme, Hände und Füsse sind zulang. Sonst sind aber die anatomischen Hauptliuien gut charakterisiert,/.. B. die Knöchel und die Kniescheiben. Der Kopf ist nach der rechtenSchulter zu gesenkt. Der rötlichviolette Kreuznimbus ist mit dunkleremLokalton geschattet und zeigt eine mehrfach geteilte Umrahmung (inZinnober und Rotbraun, letzterer mit weissen Punkten besetzt). DieGesichtseiuzeichnung ist mit Rotbraun vorgenommen, die weissen Höhungensind nicht so sehr sorgfältig durch parallele Strichelchen ausgeführt,sondern breiter, mehr malerisch verwaschen.
Ein Vergleich der Crucifixusdarstellungen im Darmstädter undFreiburger Sacramentar beweist, abgesehen von dem etwas differierendenIncarnat, grosse technische Übereinstimmung. Die Art und Weise derGesichtsbehandlung ist bei beiden Darstellungen ähnlich. Charakteristischist ferner die starke Betonung des Daumenballens, der im DarmstädterSacramentar einer Geschwulst gleicht, während sie in der FreiburgerHs. zwar nicht so nachdrücklich, aber immer noch deutlich genug zumVorschein kommt.
fol. 17a. Ganzseitiges, umrahmtes Blatt mit der Darstellung desLammes in einem runden Medaillon auf Purpurgrund. Die Umrahmungzeigt ein sorgfältig ausgeführtes Akanthusmuster in Rötlichviolett undGrün, mit schwarzer Einzeichnung und Höhung in weiss und dunklererLokalfarbe. Der mehrfach geteilte Medaillonrahmen schlicsst einenPurpurgrund ein, in dem auf fünf grünen, dunkler und weiss gehöhtenErdschollen l ) das Lamm mit grünem Kreuznimbus steht. Dasselbe ist,ungeschickt in der Zeichnung, in Weiss auf den ziemlich hellen Purpur-grund aufgesetzt. Gelenke, Weichen und Kontur sind schwarz. VomHals an bis zur Schwanzspitze läuft eine fortlaufende Folge von schwarzenPunkten.
fol. 17b und 18a leer.
') Dieselben bezeichnen einfach den Boden, sie sind als Abbreviaturdesselben anzusehen. Otte spricht in d. Publikation eines in der kgl. Landes-bibliothek zu Düsseldorf befindlichen Blattes mit zwei Darstellungen, diestilistisch aufs Engste mit dem TJtrechtpsalter zusammenhängen (vgl. Gold-schmidt, Repert. XV S. 167 f.) bei der Heilung des Leprosen irrtümlicher-weise von „hügeligem Boden", wo es sich ebenfalls nur um diese Abbreviaturhandelt. Bonner Jahrb. LXXII S. 77. Vgl. auch Kautzsch, Einleitende Er-örterungen zu einer Gesch. der deutsch. Ilandschriftenillustrat. im späteren
Ma. S. 13.
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