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Beiträge zur Geschichte der Trierer Buchmalerei im früheren Mittelalter
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handsehriften evident. Da Voege dieselben bereits (a. a. 0. Excurs)mit Beifügung der betreffenden Litteratur aufgezählt, verzichte ich aufeine systematische Darstellung der Echternacher Buchmalerei an diesemOrte, wo sie ja über den Rahmen hinausginge. Nur einige den Schul-zusammenhang mit Trier und die Entstehung des Gothaer Codex be-treffende Worte mögen hier folgen.

Der Echternacher Codex in Gotha hat schulbildend gewirkt instilistischer, technischer und ikonographischer Beziehung. Von aussenkam dieser Markstein in der künstlerischen Produktion des Klosters,das beweist sein mächtiger in breiter Linie auftretender Einfluss. Er istfür Echternach von derselben epochalen Wirkung, wie die ReichenauerWerke für die Kölner und Trierer Schreibstuben. Wo ist der Codexentstanden? Lamprecht, der ihn s. Zt. auf der Düsseldorfer Ausstellungvon 1880 (Katalog S. 281 f. No. 959a) genau untersuchte und sichder verdienstvollen Arbeit unterzog, seinen Bilderkreis mit dem desikonographisch und stilistisch verwandten Egbertcodex zu vergleichen(Bonner Jahrbücher H. LXX. 1881. S. 56 ff.), scheint sich für dieAnnahme des Trierer Ursprungs zu entscheiden (a. a. 0. S. 78), Ja-nitschek (a. a. 0. S. 66) nennt den Codex eineedle Frucht des durchEgbert geförderten Aufschwungs künstlerischen Lebens," denkt alsoebenfalls au Trier. Und in der That, für Trierer Ursprung sprichtsehr viel, für einen anderen dagegen nicht viel, gewiss nichts Sicheres.Die Emails auf dem Deckel sind trierisch, echt egbertisch. Fernerzeigt der Deckel') die in Goldblech getriebenen Gestalten einer Theophaunimperatrix und eines jugendlichen Otto rex (also jedenfalls Otto III).Man vergleiche nur die Emails mit denen am Andreaschrein und derNageltheca im Trierer Domschatz und dem Petrusstab im LimburgerDomschatz! 2 ) Egberts enger Zusammenhang mit Otto ist durch dieWidmungsverse im Registrum Gregorii (vgl. oben) bezeugt, so dass derDeckel in doppelter Beziehung urkundlich-historisch sowohl als technisch-stilistisch nach Trier weist. Er ist nach einer alten Tradition zusammenmit dem Codex vielleicht auf Bestellung einer der beiden fürstlichenPersönlichkeiten für Echternach gefertigt worden 8 ). 'Es ist nun nicht

J ) Eine vorzügliche farbige Reproduktion des Deckels findet man inHenne am Rhyn, Deutsche Kulturgesch. I 2 . S. 152. Ebenda S. 182 einefärb. Reprod. d. Weinberggleichnisses.

2 ) D. Litteratur siehe oben.

3 ) Lamprecht a. a. 0. S. 82. Vgl. da auch über die Beziehungen derOttonen zu Echternach.

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