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Beiträge zur Geschichte der Trierer Buchmalerei im früheren Mittelalter
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mit der Rechten ein offenes Buch, das ihm ein rechts vor ihm stehenderGeistlicher entgegenreicht.

fol. 68a. Halbseitige Darstellung des h. Laurentius, der miteinem Buche in der Linken in Vorderansicht dasteht.

fol. 69b und 70a. Drei Scenen zur Geschichte des h. Mau-ritius. 69b: König vor seinem Zelt auf einem Kissenthron sitzend,weist seinen vor ihm stehenden Feldherrn an. 70a: 1. Der Feldherrmit dem Schwert an der Seite vor seinen mit sagum, tunicella, Schildund Speer versehenen Kriegern; auf dem vordersten Schild die InschriftMauritius dux". Der Träger des Schildes, der Heilige selbst, machtabwehrenden Gestus. 2. Hinrichtung sämtlicher Standhaften.

fol. 71a. Halbseitige Darstellung: St. Michael den Drachen tötend.Der bärtige Heilige mit Flügeln, Sandalen, langer Ärmeltunica undMantel hält in der Linken einen grossen Schild, in der Rechten denSpeer. Rechts am Boden krümmt sich der Drache.

fol. 72b und 73a. Drei Darstellungen zur Geschichte der hei-ligen Crisantus und Darias. 72b. Crisantus belehrt von einem h. Abte.73a. 1. Taufe des Crisantus durch diesen Abt. 2. Crisantus und Dariasim Bogengang in Unterredung.

fol 76a. Ganzseitige Figur des h. Bischofs Martinus in Vorder-ansicht als Bischof mit Buch unter einem Thorbogen.

fol. 81a. Ganzseitige Darstellung in zwei Scenen: 1. Kreuziguugdes Andreas Virilis; dieser ohne Nägel festgeschnürt; rechts und linkszwei Laien. 2. Der Heilige im Grabe von zwei Frauen beweint.

fol. 83a. Virgo plorans. Kleine Figur unter Thorbogen. fol. 84aebenso: puella turbata. fol. 93b95b. Litania unter einer den Ka-nonesbogen gleichenden Einrahmung.

Technik: Deckmalerei. Dünne sehr feine hellblaue Vorzeichnuug,wie sie fol. lb an dem abgeblätterten Kleide Mariae gut sichtbar ist.Die geistreichen Faltenmotive der Vorzeichnung durch die grobe Über-malung meist verdeckt. Die Umrisse sind nur selten schwarz nachgezogen(regelmässig nur bei Nimbus und Architektur) und meist mit der Farbeder Ausfüllung gegeben. Umriss und Modellierung der Köpfe ziegel-rotbraun; schwarz sind Pupillen, Nasenlöcher und Mundwinkel. DieFarben durchweg schmutzig, vorherrschend sind graugrün, graublau undbraun, daher monotoner Eindruck. Weisse Lichter sind Ausnahmen.Der Codex ist ikonographisch ziemlich selbständig (z. B. die Darstellungdes Auszugs Marias und Josephs, welche die ravennatischen Elfenbeinebevorzugten, z. B. auf der Maximinskathedra (Westwood S. 32) u. d.