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stütze geschwungen ist. Lukas sitzt mit übergeschlagenen Beinen, inbeiden Händen ein geöffnetes Buch haltend. Er hat einen bartlosenKundkopf und krauses dunkelbraunes Haar. Der Nimbus ist mit gol-denen und silbernen Blättern bedeckt. Die Kleidung besteht in einerlaugen, roten mit schwarzen Besatzstücken besetzten Tunica und blauemweissgehöhtem Mantel, Vor dem Evangelisten rechts steht ein kleinergraublauer Pulttisch mit rotem Fusse, darauf Tintenfass und Feder.Die Füsse sind nackt. Die Technik ist Deckmalerei. Die Falten sindnie verstrichen; starke schwarze Umrisse und weisse Lichter, auf derroten Tunika goldene Lichter. Das Gesicht ist sorgfältig modelliert mitleicht grünlichen Tönen, nur die spitzesten Lichter sind in hellrot aufgesetzt.Die Hände und Füsse sind rot und mit gekreuzten Strichlagen umrissen.
Bl. la. Incipit argumentum evangelii sec. Lucam. Der Text istzweispaltig in goldenen Uncialen; nur die kleinen Ueberschriften undseitlichen Nummern sind in rot. Die Einfassung ist analog der desAdacodex. In der Mitte scheiden zwei Bänder das Blatt; auf jederSpalte sind je 31 Zeilen. Die äussere Rahmeneinfassung des Textesbesteht aus Gold, dann Silber und zuletzt blau oder rot mit wechseln-den Ornamenten (Ranken, Flechtwerk, Mäander, Palmettenfries, Akau-thusfries), die nur stets auf zwei gegenüberliegenden Seiten überein-stimmen. Die inneren Balken enthalten wieder andere Ornamente,aber ohne die goldenen und silbernen Säume.
7b enthält in analogem Rahmem mit grossen Kapitalen dieWorte: Incipit evangelium seeundum Lucam.
8a innerhalb desselben Rahmens in etwas kleinerer Capitalschrift,der Beginn des Evangeliums: Quoniam quidem multi etc.
66b. Explicit evangelium seeundum Lucam.
67a frei.
67b. Ganzseitiges Bild des Evangelisten Johannes (abg. Serouxd'Agiucourt tav. LXXXI No. 5). Er sitzt unter einem Schuppenbogen,der von Säulen mit marmorierten rotbraunen Schäften und goldenenKapitellen getragen wird; an den Ecken aufstehende Rankenbäumchen.Der Horizont ist hier etwas tiefer. Ein blauer Himmel in zwei Streifen,von Kapitell zu Kapitell ist eine rote Stange gezogen, an der zweiVorhänge, gelb mit roten und purpurnen Streifen, befestigt sind. Aufder Stange sitzt, nach links gewendet, der rote Adler mit goldenemNimbus in grünlicher Mandorla. Der Evangelist selbst sitzt en faceauf einem breiten Kastenthron mit rotem Behang und lila, rot, blaugestreiften Kissen; die nackten Füsse stehen nebeneinander auf einer
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