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Beiträge zur Geschichte der Trierer Buchmalerei im früheren Mittelalter
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aus Echternach sehr ähnelt (vgl. S. 73, Tafel 21 bei Westwood a. a. 0.),ebenso wie die Evangelistensymbole mit denen im Pariser Evangeliarfast identisch sind.

fol. 25a Praefationes und Text.

fol. 5b Tetramorph 1 ) (Lamprecht, Tafel 5. Westwood, pl. 20.Görtz, a. a. 0., Tafel III) mit der Künstlerinschrift des Thomas. Ineinem reichen, mit irischem Formgeschmacke ausgestatteten rechteckigenRahmen, an dessen Ecken sowohl als in der Mitte der AussenseitenAusläufer in Thierornamentik (Vogelküpfe) ansetzen, steht in der Mitte,die Höhe des ganzen Rahmens ausfüllend, der Greis mit grauem Bartund Haar (Matthäus) und irisch stilisiertem Gesichte. Ein langes, bisauf die. Füsse herabreichendes Gewand, eine verzierte Ärmeltunika um-schliesst den en face dastehenden Körper, während die Füsse en profilstehen, bekanntlich ein Charakteristicum der altirischen Miniaturmalerei.Die Tunika ist schieferblau mit braunem Kontur und gelben sowiebraunen Höhungsstrichen. Dieselben Höhungen weisst das orangerotePallium auf, das die rechte Schulter und den linken Arm freilässt(e£w[juc;). Zwei gelbe, mit braunem Zickzackmuster besetzte Clavi gehenan der Tunika herab.

Über dem Pallium liegt um die Hüften ein Gürtel, von dem dieHaut und die Klauen des Löwen, des Kalbes und des Adlers herab-hängen in verschiedener Färbung (also die Komposition der vier Symbole).Die über der Brust gekreuzten Arme tragen je einen Gegenstand. Dielinke Hand fasst den gelben Griff eines langen schieferblauen Messersmit Strichverzierungen auf der Schneide, während die rechte Hand einenGegenstand trägt, der sich darstellt als ein langer gelber Stiel, welcher obenin einem achtblätterigeu Sterne mit rotem runden Innenteile endet. Dasshier kirchliche Geräte dargestellt sind, ist ausser allem Zweifel. DasMesser ist wohl ein eulter eucharisticus, um das heilige Brod zu teilen 2 )..Schwieriger ist die Deutung des zweiten Gegenstandes. Man hat anein aspergillum gedacht, aber wir können wohl mit Sicherheit auf dasin liturgischem Gebrauche schon frühe erwähnte flabellum deuten, das

: ) Der Tetramorph, d. h. die Combination der 4 Tiere in der Visiondes Ezechiel (Cap. 10). Ezechiel wurde für seine Schilderung durch assyr.Denkmäler inspiriert, ebenso wie Rabula oder dessen Vorgänger bei dieserDarstellung. Janitschek, Strassburger Festgruss an Ant. Springer I. S. 6.Vgl. ferner Schäfer a. a. 0. Leitschuh, Karol. Malerei S. 212, 384.

2 ) Kraus, Realencycl. II. S. 392. Westwood a. a. 0. Appendix S. 153,wo weitere Litteratur.

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