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Beiträge zur Geschichte der Trierer Buchmalerei im früheren Mittelalter
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der von Spalato leicht erklärlich und auf manche fränkische ßilderhss.ein syrischer Einfluss anzunehmen ist. Aber gewiss ebenso stark undwohl noch stärker wurden die Canonesbogeu des frühen MA. nachitalienischen Bilderhss. kopiert. Syrer wohnten übrigens im Frauken-reiche schon lange und gerade in der Karolingerzeit in ziemlich ausge-dehnter Weise 1 ). Auch in Trier waren Syrer. So finden wir im TriererProvinzialmuseum (G. 112) den Grabstein des Syrers "Ajjiog 'Aypraa 2 ).Wie die l'rühma. Tradition an die altchristliche anknüpft, so istauch diese wiederum in Technik und Darstellungsweise eng verbundenmit der späteren Antike 3 ). Man hat in letzter Zeit diese Thatsache durcheingehendere Studien erwiesen, vor allem sind hier J. v. SchlossersArbeiten zu nennen (Beiträge zur Kunstgeschichte aus den Schriftquellendes frühen MA. Sitzungsberichte d. Kais. Akad. d. Wissensch. inWien. Philosophisch-histor. Classe. Band CXX1II. 1891 f. u. kurzzusammenfassend: Heidnische Elemente in der christlichen Kunst desAltertums. Beilage zur Allgem. Zeitung. 1894. No. 248, 249, 250). Sogeht z. B. das so häufige Motiv einer Person, bes. Petrus, die mitbedeckten Händen etwas empfängt (z. B. am bekannten Relief am Neu-thor zu Trier saec. XI die Gestalt Petri, Abb. u. Lit. bei Kraus Chr.J. II, 199) auf eine heidnische Devotionsbewegung dem Kaiser gegen-über zurück. Der thronende Christus mit ausgestrecktem Zeige- undMittelfinger die antike Geberde des Sprechens das Zeichen desSegnens ist vom römischen Imperatorentypus übernommen; dasselbe Motivist auf alle en face thronenden Gestalten der ma. Buchmalerei über-tragen worden. Ferner weist Schlosser 4 ) darauf hin, dass der Christusdes Godescalcevangeliars fast genau die Gestalt des richtenden Probianusauf dem Berliner Beamtendiptychon des 4. Jahrh. repliciert 5 ).'

: ) Scheffer-Boichorst, Mittlgn. d. Instituts für österr. Geschichtsforschg.VI. 1885. S. 549 ff.

a ) Kraus, Christi. Inschr. d. Rheinlande I. S. 44. No. 80 (daselbst d.weitere Litteratur). Eine Unterstützung der Theorie Janitscheks, die ich bisjetzt noch nirgends fand, wäre übrigens die Thatsache, dass der Codex argen-teus in Upsala, das älteste Exemplar der Ulfilasbibel, bereits Canonestafelnaufweist. Ulfilas war aber Bischof von Antiochia. Vgl. d. Faksimile beiHenne am Rhyn, Deutsche Kulturgesch. I 2 . S. 69.

3 ) Vgl. Melanges d'archeologie et d'histoire publies par l'Ecole fran-caise de Rome: De quelques types de temps paiens reproduits par les Pre-miers chretiens Rome 1885 u. dann Repert. IX, 214.

*) a. a. 0. No. 296. S. 6.

5 ) Abb. Meyer. Zwei antike Elfenbeintafeln. Abh. d. bayr. Akademied. Wissenschaften Philosoph.-philol. Classe. XV. 1881. Tafel II.

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