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ebenfalls in Trier entstandene Registruin Gregorii (Leitsch. siehe oben)enthält ebenfalls ein Bild des Papstes, der auf einem Throne sitzt.„Sein Gewand ist violett und goldgestickt, darüber hängt das weissemit drei einzelnen Kreuzen bezeichnete Pallium herab, das Untergewandist hellbräunlich. Der Papst sitzt auf grünem, goldweiss verziertemKissen, welches auf der rotgold verzierten Decke des Thrones liegt,unter der rechts und links je ein goldener Hundskopf hervorragt, untengoldene Klauen des Thrones. Seine Füsse, goldbeschuht, ruhen auf einemVorsatze. Die Rechte hält ein goldgebundenes Buch, die Linke ruhtauf einem Buche, das auf einem Pulte aufgeschlagen ist. Auf derrechten Schulter sitzt die weisse Taube, welche in sein Ohr flüstert.Um das Haupt der runde Goldreif; darüber mit weisser SchleifeGREGORIUSpp. Darüber hängt eine goldene mit Edelsteinen gezierteKrone von der runden Decke, welche rechts von zwei gelben, linksvon zwei grünen Säulen, alle mit roten korinthischen Capitälen getragenwird. Die Säulen rechts 'und bis zum Papste hin sind mit grünlich-weissen velis verhängt; noch weiter rechts ist eine Nische mit grünund rotem velum, das aufgezogen ist; darin sitzt auf rotem Kissen mitGold, halb stehend ein Mönch (?) in blauem Gewände, beschuht, zumPapste hingewendet, in der Linken') eine mit tironischen Noten be-schriebene grüne Tafel, rechteckig mit geradliniger Handhabe, mit ziemlichbreitem Rand um das "Wachs, in der Rechten einen goldenen Griffelan den Mund haltend. Über ihm steht mit weisser Schrift NOTAR1US."
„Die Nische, worin der Papst sitzt, ist mit der des Notars ver-bunden, letztere eine Art Vorhalle mit besonderem braungelbem Dache.Über das ganze Haus geht ein purpurrotes Dach mit goldenem Knopfe" 2 ).Der Papst selbst ist bartlos, schlank, vornehm, also äusserlich unseremGregorius unähnlich. Bei einer genauen Vergleichung der beiden Be-schreibungen, mit Zuhilfenahme der Tafel 2, ergeben sich eine Massevon Ähnlichkeiten (der Nimbus, die Rhombenzeichnung des Daches etc.).
Das Missale München Cim. 60, wahrscheinlich in Regensburg ge-schrieben, enthält ein Bild des schreibenden Gregorius. Das bekannteBamberger Sacramentar 3 ) (saec. X) zeigt Gregorius und Gelasius, beide
*) Diese Angabe ist ungenau, vgl. richtiger oben.
2 ) Neues Archiv der Ges. f. ältere deutsche Geschichtsk. II. 1877. S. 437.
3 ) Waagen, Kunstvv. u. K. in Deutschland. II, 58 ff. Bäumer, Histor.
Jahrbuch 1893. XIV. S. 244. Die Rückseite des Deckels zeigt ebenfalls
einen schreibenden Gregor, der aus einer Silberplatte ausgeschnitten ist.
B. Riehl, D. bayr. Kleinplastik d. frühroman. Periode in Reinhartstötners
Forschgu. 1894. Separatabdruck. S. 15.
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