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Beiträge zur Geschichte der Trierer Buchmalerei im früheren Mittelalter
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wir das gauze Mittelalter hindurch in Litteratur und Kunst heobachtenund der sich uns in seiner lautersten Gestalt bei Dürer vor Augenstellt.Nur Empfindung und ein Bischen Liebe müssen wir den Kunst-werken des Mittelalters entgegenbringen, dann wird sich von ihnen zuuns ein Verhältnis entspinnen, von dem alle Gelehrsamkeit der Weltkeinen Begriff hat" (a. a. 0. S. 191).

Die Geschichte der mittelalterlichen Malerei wird die Aufgabe derZukunft sein. Jetzt gilt es, mit Hilfe der Einzeluntersuchungen undauf Grund des durch diese gewonnenen Materials Malerschulen historischund lokal zu fixieren. Sind die Schulen genügend gesichert, so folgedie Vergleichung derselben, die Hervorhebung ihrer Eigentümlichkeitenund Unterscheidungen. Wir haben schon viele wertvolle Untersuchungenüber einzelne, besonders karolingische Schulen, zu verzeichnen. Abgesehenvon den Arbeiten Janitscheks, Voeges, Leitschuhs') nenne ich die Beiträgezur Geschichte der Reichenauer Schule von v. Oechelhäuser (a. a. 0.),zur Geschichte der Schule von St. Gallen von Rahn (D. Psalteriumaureum 1878), die Arbeiten über die Schulen von Tours und Corbie,über die Fuldaer Schule von Clemen 2 ) und Schlosser, die sehr wichtigenPublikationen von Kraus, Beissel, Bastard u. a. m. 3 ). Hierher gehörenauch Riehls Studien über die Regensburger Schule 4 ).

Das Sakramentarium ist die älteste Form und der Vorgänger desumfangreicheren Missale, welches das ganze Mittelalter hindurch alserstes und vornehmstes Ritualbuch im Gebrauche der Kirche blieb undim Tridentinum seine abschliessende, heute noch gültige Gestaltungerhielt. Wir erfahren durch Paulus Diaconus, Warnefrieds Sohn, dassPapst Gregor (f 604) das bereits von Papst Gelasius (49296) ein-gerichtete officium missarum gesammelt und in verbesserter Form alssacramentarium dem Cultus übergeben habe. Im Verlaufe der Jahr-hunderte hat sich das sacramentarium mit andern Ritualbüchern 5 ), dem

x ) Der Bilderkreis der karoling. Malerei I. Strassburger Dissert. 1889.Ders. Geschichte d. karoling. Malerei. Berlin 1894.-) Repertorium f. K. XIII. S. 123 ff.

3 ) Die genaue Litteratur über die einzelnen Schulen vgl. Janitschek ind. Adahandschrift und Schlosser Schriftquellen der Gesch. d. karol. Kunst(Wiener Quellenschriften X. F. IV) S. 394.

4 ) Denkmale für mittelalterl. Baukunst in Bayern S. 148. Vgl. Voegea. a. 0. S. 9 Anm.

5 ) Eine kurze, aber erschöpfende Erklärung dieser Ritualtexte bietet:Ehrensberger Biblioth. Liturgica Manuscripta. Nach d. Hss. d. Grossh. Bad-Hof- und Landesbibliothek. Karlsruhe 1889.