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Schwelm. — Oberwengern. — Halver. — Bohle. — Hagen. 523
Der heil. Erzbischof Engelbert stand im Begriff dieKirche zu Schwelm einzuweihen, als er von seinem VetterFriedrich von Isenburg ermordet wurde. „Duo indigenaein biga corpus defernnt in ecclesiam Svelme, quam ipsesequenti die consecraturus advenerat dominica" GrodefrydusPanthaleonita ad an. 1255.
Die Pfarrei pflegte das Mariae ad gradus Stift in Kölneinem ihrer Canonici in titulum (Obedientiam) zu geben,der davon Oboedientarius hiess und den jedesmaligen Seel-sorger (Pastor) ernannte. Urkunden von 1598—1627, vic.s. Nicol. in par. eccl. Svelmensi in comarca marcano 1616.
In der Reformation verloren die Katholiken ihre Kirche,da indessen noch immer eine ansehnliche Zahl vorhandenwar, durften sie sich 1672 wieder eine kleine Kirche inder Vorstadt bauen.
2. — Wenengere, Oberwengern. Es ist auffallend,dass bei dieser Kirche der Vicar mit D7 Mark angesetztwar, während der Pfarrer nur 18 solidi bezog. Man darfdaraus schliessen, dass der Vicar die eigentlichen Pfarr-geschäfte besorgte und der Pastor, vielleicht ein Kloster-oder Stiftsgeistlicher, nur diesen Titel nebenbei führte.
3. — Halvere, Halver. Seibertz hielt diesen Ortfür identisch mit jenem Halvarn, das um 793 in demProbsteiregister von Werden vorkommt.
4. — Vurde, Vörde.
5. — Bule, Bohle. Die letzte Investitur wurde 1798vom Dechanten St. Mariae ad Grradus, dem neu ernanntenPfarrer Eveking auf sein Ansuchen ertheilt.
6. Hagene, Hagen. Das Alter von Hagen reichtweiter zurück als im Allgemeinen angenommen wird. Lu-dovicus comes in Arnesbergh . . . novellam plantationemville Haghene juxta Aldendorp in nostre proprietatis fundoinchoavimus ... 27. Aug. 1296. (S. U. I. 462.) Mit derKirchentrennung erlangten Lutherische und Reformirte dieOberhand; es blieben jedoch viele Insassen katholisch,die aber erst 1714 wieder in den Besitz einer eigenenKirche gelangen konnten. Was den Ursprung des Namensanbelangt, so bedeutet es ein mit Wällen und Gräben um-gebenes Dorf. Das Wort kommt her aus dem fränkischen
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