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Ausbreitung des Christentkums.
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Bekehrungswerk. Beda in seiner histor. Angl. V. c. 15nennt die deutschen Stammverwandten der britischenSachsen antiqui Saxones, denn Altsachsen und Angeln,Engerer in Deutschland waren für ihn eine Nation. Nati-ones in Germania, a quibus Angli vel Saxones qui nuncBrittaniam incolunt, genus ducunt lauten seine ganz be-stimmten Worte. Allem Anscheine nach hatte das Christen-thum in der Zeit noch keinen festen Boden gefunden,und. das Volk war allmählich wieder ins Heidenthum zu-rückgesunken, denn wenn auch einzelne Familien dasChristenthum bewahrt haben mochten, so berichtet dochdie Geschichte der Sachsenkriege mit keinem Wort, dassirgend ein Theil des Volkes die Franken unterstützt hätte,im Gegentheil das ganze Volk nahm den Franken gegen-über Partei und vernichtete alle Erinnerungen an dasChristenthum, wenn der Erfolg sich das eine oder andereMal an ihre Waffen heftete. Das wäre unmöglich gewesen,wenn wenigstens ein Theil des Landes christlich gebliebenwäre. Gerade diesem Umstände schreiben wir es zu, dassKarl der Grosse im Interesse des Christenthums und seinereigenen Politik in diesem Theil des Sachsenlandes keineigenes Bisthum gründete, vielmehr seinen kirchlichenMittelpunkt nach Köln, in die terra Francorum verlegte.Wenden wir uns nach diesen allgemeinen Bemerkungenauf Grund des Liber valoris den einzelnen Decanaten zu,so können wir nach dem bereits von Kampschulte einge-schlagenen Weg in der geographischen Ordnung von Westennach Osten und dann südwärts bis zum pagus Hatterunvordringen, ohne befürchten zu müssen, in der Besprechungder organischen Gestaltung der kirchlichen Verhältnisseirgend welchen Zwang auferlegt zu haben. Das Urkunden-buch von Seibertz (Arnsberg 1839—1854) und das Werkvon Kampschulte: „Kirchlich politische Statistik des köl-nischen Westphalens 1869", ermöglichen die kirchenge-schichtliche Vergangenheit jener Landstriche mit unendlichgrösserer Klarheit darzulegen, als solches bei dem erstenErscheinen dieses Werkes vor 60 Jahren auch nur denk-bar war.
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