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1 (1892) Die Erzdiöcese Köln im Mittelalter
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Liber valoris. Das Herzogtkum Westphalen.

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Herzog in die Acht und seiner gesammelten Lehen fürverlustig erklärt. Vergeblich warf sich der Löwe imfolgenden Jahre (1181) seinem mit Eecht erzürnten Kaiserzu Füssen. Der Glanz des weifischen Hauses blieb ge-brochen; der Herzog musste auf drei Jahre in die Ver-bannung nach England gehen. Bayern erhielt Otto vonWitteisbach, Steyermark wurde zunächst reichsunmittelbar,ehe es an Oesterreich gelangte; das östliche Sachsen mitWittenberg und Lauenburg gelangte an die Askanier. EineReihe von Territorien, wie die der Grafen von Holstein,von Oldenburg, die Bisthümer Halberstadt, Hildesheim,Lübeck sowie weiterhin die Erzbisthümer Magdeburg undBremen wurden gleichfalls reichsunmittelbare Gebiete unddie im Bereiche dieses Ländergebietes gelegenen grossenHandelsstädte Lübeck, Hamburg und Bremen allmählichim Laufe der Jahre freie Reichsstädte. Westphalen undder westliche Theil von Engem kam an die kölnischeKirche. Unter dem glänzenden Titel eines Herzogs vonWestphalen und Engern, den die kölnischen Erzbischöfefür die Folge bis zum Untergange des Erzstiftes trugen,,hat man sich aber keineswegs eine solche Machtfülle vor-zustellen, wie die war, welche die alten Stammesherzögeeinstens ausgeübt hatten. Der Titel eines Herzogs von .Engern besagte nicht viel mehr als die Königstitel vonCypern oder Jerusalem, die Jahrhunderte hindurch imAbendlande so sehr beliebt waren. Freilich hatte derkölnische Kirchenfürst im Bereiche seiner Territorialherr-lichkeit die unbestrittene politische Macht, aber neben ihmbestand eine Reihe unabhängiger Gebiete, die zusammen-genommen doch immerhin der erzstiftischen Macht dasGleichgewicht zu halten vermochten. Der Territorialbesitzdes Kölner Erzbischofs war, abgesehen von der kleinen,durch waldecksches Gebiet umschlossenen Herrschaft Volk-marsen, ein ziemlich gut zusammenhängender. Als GrafGottfried IV. am 25. Aug. 1368 seine 25 Quadratmeilenumfassende, von den erzbischöflichen Besitzungen völligumklammerte Grafschaft Arnsberg an den Kölner Stuhlverkaufte, gewann das Herzogthum Westphalen ungemeinan innerer Stärke, ein Machtzuwachs, den die Vertrags-urkunde treffend mit den Worten centrum in circulo be-zeichnet. Schon frühe, bereits um 1300 hatte Köln dasehedem der Gräfin Mathilde von Sayn gehörende AmtWaidenburg durch Kauf erworben. Dazu kamen die während

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