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1 (1892) Die Erzdiöcese Köln im Mittelalter
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Stoppenberg. Essen.

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mationem novalium II mansorum in Kempeno in comitatuUnruch comitis. Facta est haec traditio et dedicatio 1073

4. cal. Febr. (29. Jan.) (L. U. I. 217.)

Auch dieses Kloster wurde später in ein freiweltlicb.esadliches Prämonstratenser-Stift umgewandelt.

Die Kirche liegt auf einem Hügel, auf dem in alt-germanischer Vorzeit ein Heidentempel gestanden haben soll,um den einstens ein zehn Schritt breiter Graben lief.

Die Kirche zu Stoppenberg (Mons Stanfonis) durftenur im Nothfalle die heil. Sacramente spenden, alle Vor-rechte blieben der Mutterkirche in Essen vorbehalten.Man darf daraus schliessen, dass von dort aus sämmtlichePfarrgeschäfte zwischen Emscher und Ruhr besorgt wurden.

Erzbischof Engelbert gestattete 1229 den Conventua-linnen das Glockengeläute und den Kirchengesang.

Ursprünglich hatte das Kloster bis 1225 mit Esseneinen gemeinsamen Praepositus, und erst die AebtissinAdelheidis von Wildenburg gab der Ecclesia Capellensis(Rellinghausen) das Recht, sich einen eigenen Praepositus ausdem Prämonstratenser-Orden von Stoppenberg zu wählen.

Kaiser Heinrich VII. machte 1227 das Stift von Essenvöllig unabhängig.

1299 bestätigte Graf Eberhard v. d. Mark dem Stiftden Pfandbesitz über Güter zu Oiberg und Runkel.

5. Die Hauptkirche zu Essen war die St. Ger-trudiskirche, Ecclesia forensis. Der Essener Pfarrbezirkzwischen Emscher und Ruhr ging nach Nordwest bisLippern und Lirich, die Bauerschaften, die von Oberhausendurch die Emscher getrennt waren, nach Südost bis andie Leithe zwischen Steele und Wattenscheid.

Im Jahre 1264 theilte die Aebtissin den Bezirk fürdie Seelsorge in zwei Bezirke, den von St. Johann undden von St. Gertrud. Mechtildis abbatissa Essen d. electa1264, sagt das Mnscr. Essendiense Dithmari bei Teschen-macher Annal. cum notis Dithmari S. 247 e ruderibusexusti monasterii exstruxit capellam sanctae Walburgis, quaepostea consecrata est sancto Joanni et ecclesiam sanctaeGertrudis in foro de novo extruxit.-------Otto plebanus ad

*) Die Quelle für die kirchlichen Verhältnissse in Essen, auf diewir uns im Folgenden beziehen, ist ein 1863 in Essen erschienenesSchriftchen:Die Münsterkirche, die gemeinsame Pfarrkirche für diekathol. Pfarren St. Johann und St. Gertrud".

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