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1 (1892) Die Erzdiöcese Köln im Mittelalter
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Liber valoris.

Decania Xantensis.

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Antoninischen Itinerars, welche einige für Alpen, anderegar für Xanten halten, hergeleitet werden darf, so kanndieser Hulpgau leicht der südliche Theil des XantischenDecanats sein. Ausgemacht ist, dass der nördliche Theildes Decanatbezirks zum Düffelgau gehörte.

Tibus weist darauf hin, dass der Name Dufflia, Duf,luenda auf jene beiden Flussarme des Rheines hindeute,welche das Decanat in den urältesten Zeiten umschlossen-Der westliche Arm lief von Ossenberg unterhalb Rhein-berg aus an den auf seinem linken Ufer gelegenenOrten Birten, XanteD, Marienbaum, Calcar, Qualburg,Cleve, Donsbrüggen, Cranenburg, Wyler vorbei auf Nym-wegen zu. Der östliche Arm ging von der Mündung deralten Lippe aus an den auf seinem rechten Ufer liegendenOrten Fluren, Haldern, Ober-Millingen vorbei, strömtedann weiter durch die Landwehr und die Wild auf Eltenzu um dann etwas oberhalb Lobith wieder bicornis zuwerden. Zwischen diesen beiden Hauptarmen ging paralleldem alten Drususdamm von Spyck bei Cleve aus einNebenarm in die von Lobith kommende alte Waal. Erbildete die Ostgrenze der Düffel-Mark (Duveloro marca),eines bestimmten Theils des Düffelgaus.

Nach einer von Baron Sloet (65) mitgetheilten Urkundebesass die Abtei Lorsch einige Güter, welche aus einerSchenkung des Itda herrührten in Duveloro marca, inLotde (Leuth), Cachritheim (Kekerdom), Spelthorf (Spal-dorp), Bibinna (Bimmen) und Niol (Niel).

In der von Dederich gegebenen, sonst ganz richtigenKarte des Süd-Hamalandes ist der mit pagus Dublen be-zeichnete Landstrich die Duveloro marca, also nur derwestliche Theil des eigentlichen Düffelgaues.

Der Tubalgau, Düffelgau war ein Bestandtheil desRipuarischen Herzogthums, das bis an die Waal grenzte,die es vom Friesischen Herzogthume trennte.

Vermuthlich hat der Tubalgo seinen Namen von denTubanten, einem Stamme der Franken (Nazarii Panegyr.IX. 17, 18,*) VIII. 22, 23 und Valesii Francicarum I. 19),die sich hier niedergelassen haben mögen, wie neben ihnenam Rheine, in der Hetter und an der Niers, im Grelder-lande die Attuarier. Es ist merkwürdig, dass ein Ver-zeichniss der Kirchen des Xantischen Archidiaconats, aus

*) Tibus der Gau Leomerike S. 15.