Liber valoris.
Decania Xantensis.
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wie vordem schon ein Officialis Areliidiaconi die Gerech-tigkeitspflege ausübte.
Der linksrheinische Theil dieses Landstriches warursprünglich von Menapiern, dann von römischen Colonistenund Sigambrern bewohnt. Vermuthlich setzten sich nachihrer Vertreibung hier die Bructerer fest und als auchdiese dem Schwert der Römer erlegen waren (Tacit. demor. germ), scheint die Gegend längere Zeit unbewohntgewesen zu sein. Dann kamen im 5. Jahrhundert dieattuarischen Franken von der Ruhr her und besetzten dasLand zu beiden Seiten des Rheines und der Niers. DieseThatsache erklärt eine Stelle in Aimon de rebus gestisFrancorura, wo er von den Attuarii ad Nirsam spricht.Auch in der Volksgeographie lebt noch eine dunkle Erin-nerung an die Vergangenheit, in dem der Landstrich nochimmer der Hetter, das Hettert genannt wird. Dazu kamennoch gugernische und ripuarische Elemente, die aber demattuarisch-fränkischen Kern der Bevölkerung gegenüber ganzin den Hintergrund traten.
Die ethnographische Stammeseinbeit der Bewohnerjener Gegend wird aber noch weiter bewiesen durch dieGleichartigkeit oder Aehnlichkeit mancher Ortsnamen zubeiden Seiten des Rheines, wie von uns und unter andernvon Schölten bereits früher hervorgehoben ist. Auf derrechten Rheinseite finden sich Gross- und Klein-Netterden,Frasselt, Bienen, Speldorp, Millingen, Hetter, Mehr, Mar-wick, Brünen, auf der linken Hoch- und Nieder-Nütterden,Vrasselt, Rimmen, Spaldorp, Millingen, Hetter, Meer, Mar-wick, Brienen, ausserdem ein Büderich (Bürk) bei Weselund ein Burck, Birck bei Till.
Die grossen Sümpfe zwischen Wesel und Emmerichwerden in der Volkssage als Ueberbleibsel des Meeresbezeichnet. - - Wenn es «wahr ist, was Pontanus (in Hist.Gelriae circa init.) behauptet, dass der als die Düffel be-zeichnete Landstrich vor Zeiten eine weitere Ausdehnunghatte, so kann man unter dem Düffelgau (Tubalgo, Dubal-gowe, Urkunde vom Jahr 946, und pagus dublen, Urkundevom Jahr 690) das ganze Xantische Decanat verstehen.Von einem eigenen Xantischen Gau ist nichts bekannt;dennoch war Xanten der Hauptort eines Comitats. (Ha-gano comes Xanten. Vgl. Teschenm. cod. dipl) Undin Ripuariis gab es einen Pagus Hulpia (Hülpgau, Chron.Gottwicense). Wenn dieser Name von den Ulpia castra des
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