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vor: Quidquid clavibus Evizonis Viri illustris KimiliarchiS. Petri custoditur. (Tom. III. dipl. Belgicor. sive Suppl.fol. 295 edit. Foppens.) Die Synode von Köln aus demJahre 1260 handelt cap. 8 besonders von dem Schatz-meister der Domkirche: Thesaurarii sive custodes quoruminterest ecclesiae luminaria ministrare, ea ita fideliter ad-ministrent et generaliter omnis ecclesiasticae supellectilisseu thesauri custodiam eorum fidei atque curae commissamita conservent fideliter et soleriter etc. (Tom. III. Concil.German. fol. 592.)
c) Der Scolasticus war ursprünglich ein Geistlicherbei Dom- und Stifts-Kirchen, der die jungen Kleriker undandere Jünglinge in den freien Künsten und theologischenWissenschaften unterrichten musste. Im fränkischen Reicheverdankte man Carl dem Grossen diese wohlthätige Ein-richtung. Carolus, sagt Andegis libr. I. — in singulisnionasteriis et episcopiis constituit scholas esse, ubi inge-nuorum et servorum filii grammaticam, musicam et arith-meticam doceantur. (Siehe Tom. I. Concil. German. fol. 261.Siehe auch Binterim Denkwürdigkeiten III. B. Seite 365.)
Das Officium des Scolasticus wurde bei einigenKirchen eine Dignität mit eigenen Einkünften. Wo diesesstattfand ist auch der Scolasticus besonders taxirt.
Am Dom bestanden aber noch mehr Dignitäten alsin dem Liber valoris oben erwähnt wurden. So z. B. diedes Domdechants; die Synode des Jahres 1200 handeltim 9. Capit. über die Decane. Weiter war ein camerariusvorhanden, der auch gleichzeitig der magister subdiacono-rum war. Die Stellung des capellarius (Keppler) war einebesonders wichtige. Er hatte für die Instandhaltung allererzbischöflichen Capellen Sorge zu tragen und die freiwerdenden Pfründen mit geeigneten Geistlichen zu besetzen.Entsprechend der Bedeutung der Stellung war sie auchdotirt. In Lac. Archiv II. S. 62 heisst es: Capellariushabet duas ecclesias ad officium suum pertinentes Hasseloet Muni, quarum utraque persolvit in V solidos et mal-drum tritici et porcum valentem XII denarios.
Habet inZunece terram solventem V solidos, de quibusdebet procurare singulis noctibus lumen capellae st. Wal-burgis infra Domum episcopalem.
Weil die in der Nähe des Domes gelegene Lupus-capelle zu den erzbischöflichen gehörte, stand nicht blossie, sondern auch das dazu gehörende Hospital unter seiner
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