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Die geschichtliche Grundlage der Erzdiöcese Köln.
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Was nun die Bildung der östlichen Grenze anbelangt,so ist vorab zu bemerken, dass allem Anscheine nach dasChristenthum in der Köln gegenüber liegenden Gegend zurKömerzeit nur nothdürftig Fuss gefasst hatte. Das Wenige,was erreicht war, wurde durch die unaufhörlichen Kämpfezwischen Germanen und Römern wieder vollständig ver-nichtet. Die Peutinger'sche Tafel bezeichnet das rechte,Köln gegenüber hegende Rheinufer mit francia. Das Chri-stenthum fing wieder an sich an einzelnen Punkten zuentwickeln, als die Franken die Taufe genommen hatten.Aber trotzdem waren die Fortschritte des Christenthumszu Anfang nur äusserst geringe. Der heil. Suitbertus pre-digte zu Anfang des 8. Jahrhunderts in der Ruhrgegendden Heiden und der heil. Bonifacius nennt sogar Köln eineStadt, die noch an heidnisches Gebiet grenze. Civitaspertingens ad paganorum fines. — (Ep. Zach, ad S. Bonif.Tom. I. Conc. Germ.) Selbst zu Carls des Grossen Zeitwar die Gegend von Werden noch von Heiden bewohnt.Um diese Zeit müssen aber doch schon einzelne christlicheGemeinden bestanden haben, denn die Sachsen bezeichneten778 ihr Vordringen an den Rhein mit dem Anzünden allerder christlichen Kirchen, auf welche sie bei ihrem Zugestiessen.
Im Osten ist ohne Zweifel die Kirche zu Soest dieälteste. Als König Dagobert den Austrasiern seinen drei-jährigen Sohn Sigbert III. zum eigenen König gebenmusste, übertrug er die Erziehung des königlichen Kindes(633) — dem heil. Cunibert und schenkte ihm dafür dieSoester Höfe. Er ist der erste kölnische Bischof, derurkundlich als Erzbischof bezeichnet wird. Die Dagobert-sche Schenkung der Soester Höfe legte vielleicht den Grundzu der engen Verbindung zwischen dem Kölner Stuhl undden sächsischen Bewohnern des Süderlands, des spätemHerzogthums Westphalen. Obgleich nunmehr ein festerPunkt zur Bekehrung der Sachsen gewonnen war, so warder christliche Einfluss, der von Soest ausgehen sollte, dochnur ein geringer, einmal wegen der Unzugänglichkeit derSachsen für die christliche Lehre, dann auch wegen derEntartung, in welche die christlichen Franken verfielen.*)
*) Epist. Hincmari VI. ad. episc. Rhemens. dioeces. — Epist. Boni-facii ad Zachariam bei Pagi Critic. Baronii ad ann. 731. N. 23. — Diss.Gajetani Cennii ad Concil. Lateranens. Tom. I. Supplement. Concil.Mansi. fol. 671. — Schmidt Geschichte der Deutschen I. Th.
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