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1 (1892) Die Erzdiöcese Köln im Mittelalter
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Die geschichtliche Grundlage der Erzdiöcese Köln.

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umsomehr als der Bischof von Trier, dem dieser Strichweit näher liegt, hier in der Kölner Diöcese so vieleAllodien und Advocatien hatte.*)

Es beweist dieses, dass die Grenze alten Ursprungsist; sie rührt entweder von einer römischen Grenze her,**)oder die Eifel ist von Norden aus besiedelt wordenoder die dortigen Pfarrkirchen sind alle Filiale von Hilles-heim (Gelenius). Vielleicht bildete sich die Grenze erstnach der des Eifelgaues

Der grösste Theil des ausgedehnten Ardennengauesgehörte zur Lütticher Diöcese, Malmedy indessen nebstvier andern in demselben gelegenen Pfarreien gehörte zuKöln, wohl desshalb, weil sie auf dem Forstgrunde***)liegen, den die Bischöfe von Köln im Ardennergau be-sassen.

Die Grenze zwischen Malmedy und Stablo bestandschon im VII. Jahrh. Wir sehen dies aus dem Leben desh. Eemaklus von einem Scriptor Anonymus Saeculi IX.Cum adesset tempus ut ecclesiae stabulans et Malmunda-riens dedicarentur mittens Pex Sigebertus ad S. Remaclum,quia alterum eorum, id est: Stabulans ad ejus pertinebatdiaecesin; alterum vero Malmundarium, quia ad Metropolimrespiciebat, cum consensu Cuniberti, qui erat metropoli-tanus Agrippinae . . . evocavit eum, ut sicut conveniebatejus ministerio . . . dedicavit.

Die westliche Grenze ist die Andeutung der römichenGrenzlinie zwischen den Gebieten von Colonia Agrippinaund Civitas Tungrorum. Die Theilung des LotharingischenReiches im Jahre 870, wobei die Maas als Scheide ange-nommen wurde, kann auf die Bildung dieser Grenzen keinenEinfluss gehabt haben. Ludwig der Deutsche bekam denöstlichen Theil des Maasgaues, Carl den westlichen. Wenntrotzdem der ganze Maasgau zur Lütticher Diöcese gehört,so haben wir darin den Beweis, dass die Diöcesangrenzendamals schon ausgebildet waren.

*) Der grösste Theil des Eifeler Decanats gehörte zum Kurfürsten-thum Trier.

**) Die Eitel wird deswegen Pagus Italiae hei den Alten genannt.Siehe Bunau, deutsche Kaiser und Keichshistorien III. Th. S. 389. DieserPagus Italiae ist nach den neuern Kritikern ein Schreibfehler undsoll Italiae (Eifel) oder Isaliae (Isselgau) bei Zütphen heissen.

***) Vergl. die Notationes Miraei in codice probat, cap. 20 pag. 79.

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