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1 (1892) Die Erzdiöcese Köln im Mittelalter
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VIII. Die Bildung der Archidiaconate.

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der Willkür der Archidiaconen oder ihren Offizialen über-lassen gewesen zu sein. Der Erzbischof Heinrich bestimmteaber im Jahre 1321 die fünf Städte: Köln, Bonn, Xanten,Soest und Deutz dazu, die alle im kölnischen Gebietelagen. Nos civitatem nostram Coloniensem, Bonnensem,Sancten, Susatum et Tuitium loca fore insignia et essetalia, ubi causae apostolicae tractari de jure poterunt, etea pro locis haberi insignibus; caetera vero loca nostraediaecesis, praeter quinque loca praedicta, fore minus insig-nia et talia, ubi causae apostolicae tractari de jure nonpoterunt, declaramus. (Tom. IV. Concil. Grerm. fol. 280.)

Was die Archidiaconaljurisdiction des Probstes zuEmmerich über die Pfarreien Griethhausen und Kellenbetrifft, so ist zu bemerken, dass diese erst in späterenZeiten durch Veränderung des Flussbettes auf das linkeRheinufer zu liegen gekommen sind. Uebrigens erstrecktesich der Emmericher Archidiaconalbann auch über andereOrte nördlich von der Waal und östlich vom Rheine, diezum Clevischen Herzogthume gehörten, als z. B. Huyssenund Seventer. Diese waren nie Bestandtheile der kölni-schen Erzdiöcese. Emmerich soll von den Zeiten des h.Willibrords an ein Bestandtheil der Diöcese Utrecht gewesensein. (Vergl. Historia Episcopatuum foederati Belgii. Tom. I.pag. 285.)

Die verschiedenen Archidiaconatbezirke werden beiden Decanaten näher bezeichnet werden. Es ist übrigensbemerkenswerth, dass die acht Decanate Jülich, Bergheim,Essen, Wattenscheid, Attendorn, Meschede, Medebach undWormbach, die zum Archidiaconat der Domkirche gehörten,im Liber valoris ohne jeden inneren Zusammenhang auf-geführt sind; Beweis genug, dass bei der Anfertigung desManuscripts keine Rücksicht auf die Archidiaconatbezirke / *genommen ist. Nach Harzheim und Cromjach soll auchdas Decanat Deutz früher zu dem metropolitanen Archi-diaconalverband gehört haben, ehe die Archidiaconalwiirdein demselben dem Probste von St. Cunibert übertragen war.

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