BPEs
VII. Die Bildung der Arohidiaconate.
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Bereits im zwölften Jahrhundert entstand ein Rangstreitzwischen den Pröbsten beziehentl. Archidiaconen zu Bonn undXanten einerseits und zwischen dem Probste des St. Gereons-stiftes andererseits. Letzterer machte den Beiden nicht nurden Vorrang bei den feierlichen Processionen streitig, son-dern masste sich auch ein Jurisdictionsrecht über die beidenLandkapitel oder Decanate Ahr und Zülpich an und wiegeltedie Geistlichen dieser Kapitel gegen den Probst von Bonnauf, so dass diesem die Visitation verweigert wurde. Ausallem lässt sich abnehmen, dass die Archidiaconal-Gerecht-same noch nicht ganz genau regulirt waren. Weder derEine noch der Andere bringt Thatsachen oder facta juris-dictionis exercitae vor. Der Probst von Bonn reichte zuerstseine Beschwerde bei dem Papst Innocenz IL gegen denProbst der St. Gereonskirche in Köln ein. Der Papstnahm sich des Probstes Gerard zu Bonn an und schrieban den Erzbischof Bruno II.: er möge die widerspenstigenPfarrer der beiden Landkapitel zu Gehorsam verweisen.**)Auch an die Geistlichen und Laien der beiden Kapitelerliess er ein Schreiben, worin ihnen befohlen wird, sichdem Archidiacon zu Bonn zu unterwerfen und ihm diegebührende Ehre zu erweisen. Dem Archidiacon gab erdurch ein drittes Schreiben die Befugniss, die vier DecanateAhr, Zülpich, Eifel und Siegburg zu visitiren, die Ungehor-samen zu excommuniciren. (Siehe Subsidia miscellan Hist.eccles. Coloniens. illustrant. pag. 62.)
Ehe das letzte Schreiben des Papstes v. J. 1139 anden Probst zu Bonn anlangte, war die Streitsache schonauf der kölnischen Synode v. J. 1138 vorgenommen undzu Gunsten des Probstes zu Bonn entschieden worden. Indieser Synode kommen einige wichtige Züge vor, die hierangeführt zu werden verdienen. Dato utrique parti pro-locutore asseruerunt venerabiles fratres Gerardus Bonnensiset Hermannus Xantentis praepositus ob hoc sibi superioremlocum deberi, quia Ecclesiae nostrae Archidiaconi essent
*) Siehe Binterim Denkwürdigk. I. B. I. Th. Seite 415.
**) Veniens siquidern ad nos dilectus filius noster Gerardus quaes-tus est, quod cum quatuor Deeaniae ad suum Archidiacomim pertineant,duae earum videlicet, de Zulpeeone et Areeone sibi debitam obedien-tiam et reverentiam exhibere contemnant. Eapropter dileetioni tuae perapostolica scripta maudamus, quatenus praefatas Decanias ad jam dictifilii uostri Gerardi obedientiam redire compellas et debitam reverentiaraei facias exhiberi. Dat. Pisis XII. Calend. Junii anno MCXXXV
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