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VII. Die Bildung der Aruhidiaconate.
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est ab Hadriano Pontifice, licentiam habuisse, ut Angil-ramnum Archiepiscopum in suo Palatio assidue haberetpropter utilitates ecclesiasticas. Deprecatus est eamdemSynodum, ut eo modo, sicut Angilramnum habuerat, itaetiam Hildeboldum Episcopum habere debuisset; quia et deeodem, sicut et de Angilramno, Apostolicam licentiam habeat.Omnis Synodus consensit, et placuit eis eum in Palatio essedebere propter utilitates ecclesiasticas. Concil. Francoford.de anno 794. cap. 55 Tom. I. Concil. German. fol. 329.
Diese Verhältnisse brachten es mit sich, dass dieBischöfe genöthigt waren, andere Kräfte zur Bewältigungihrer Obliegenheiten heranzuziehen. In der kirchlichenVermögensverwaltung und in der Handhabung der Sitten-gerichte Hessen sie sich durch die Vicedomini unterstützen,die wahrscheinlich dem Stande der vornehmen Laien ent-nommen waren, während die rein kirchlichen Angelegen-heiten durch die Chorbischöfe und Erzpriester besorgtwurden. Die geistlichen Oberhirten waren vollkommenfrei in der Wahl ihrer verschiedenen Vertreter und darumhandelten diese auch nur als Beauftragte des Bischofs.Als Adjutores ministerii nostri wurden sie nach dem Zeug-nisse Harzheims bereits 828 bezeichnet. Zum ersten Malewird unter der Kategorie der oben erwähnten Stellver-treter der Archidiacon im Jahre 836 genannt. Die frühesteErwähnung' der Archidiaconen findet sich in einem Capi-tulare hr/certi anni e Concilio regum, cui legatus romanussedis Bonifacius interfuit. Die Kirchenhistoriker setzendieses Document in das Jahr 744. Die Stellung der Archi-diacone war damals noch eine höchst untergeordnete. Im4. Canon heisst es: Sancitum est ut Clerici qui comamnutriunt, ab Archidiacono, etsi noluerint, inviti tondeantur.Weiterhin sagt der 12. Canon: Praevideant episcopi necupiditas Archidiaconorum suorum culpas nutriat, quiamultis modis mentibus iniquitas sibi... (Conc. Germ. I. p. 55).Selbst noch im Jahre 805 fanden sich Laien, welche mitden Obliegenheiten betraut wurden, welche den Archidia-conen übertragen waren. Allmälig stieg die Stellung derArchidiacone immer höher; sie hörten auf als geistlicheBeamte des Bischofs zu gelten, sie Hessen einfach dieArchidiacone dieses oder jenes Bisthums. Man ist sichdarin einig, dass die Decretaliensammlung Isidors von Se-villa, die sich damals eines unbestrittenen Ansehens erfreute,nicht wenig dazu beigetragen hat, die Stellung der Archi-
Binterim nnd Mooren, Erzdiöcese Köln I. 3
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