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Die geschichtliche Grundlage der Erzdiöcese Köln.
Wenn man bedenkt, dass unter Chlodwig allenthalbenneue Kirchen gebaut wurden, dass dieser König und seineZeitgenossen eine grenzenlose Verehrung für den h. Martinushatten, so erklärt es sich, wie dieser Heilige so vielenKirchen am Rheine den Namen gegeben hat. Nach keinemandern Heiligen sind in der Kölner Diöcese so viele be-nannt; viele derselben waren ehemals Hofkapellen.
Aus den Zeiten der Karolinger ist auch wohl mancheden dem h. Dionysius, dem h. Amandus, dem h.
Karl der Grosse soll derbesonders grosse Zahl
von
Remigius geweihten Kirchen
Sage nach hier am Rheine eine
von Pfarrkirchen gebaut haben. HBHHH
Bemerkenswerth ist es noch, dass so viele KirchenRheine den h. Clemens zum Patron haben. Den h.
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Willibrord, der hier am Rheine predigte, hatte der Pabst —Clemens genannt. Da er als Bischof manche Kirche ein-weihte, so ist anzunehmen, dass er dabei seines Namens-patrons gedachte oder die Neubekehrten und ihre Nach-kommen sich des Apostels nach seinem Tode noch dankbarerinnerten und den Kirchen seinen Namen gaben. — Um aberin der Muthmassung, die man aus dem Namen der heiligenPatrone für das Alter einer Kirche schöpft, nicht irre zugehen, merke man, dass Stifter, Klöster etc. auf ihrenGütern Kapellen hatten, die den Patronen ihrer eigenenKirchen meistens geweiht waren. So hatte das St. Gereon-stift zu Köln auf seinen Allodien viele St. Gereonskapellenz. B. zu Spiel, zu Giesenkirchen, zu Monheim u. s. w. DieAbtei Gladbach besass einen Curtim ad Udam undeine Capella S. Viti daselbst, die jetzige Pfarrkirche zuOedt. — Von verschiedenen Kirchen rühmt man, dass sieunter Karl d. G. erbaut und vom Papste Leo III. einge-weiht sind. Ueber diese Einweihungen so vieler Kirchenin Deutschland, die Leo III. zugeschrieben werden, merkeman, dass einige derselben zwar geschichtlich erwiesensind, (Siehe Fürstenberg Monumenta Paderbornensia Eres-burg.) — aber bei denen, welche blos die Sage ihm zu-schreibt, häufig eine Verwechselung mit Leo IX. statt-findet. Dieser war ein Deutscher aus dem Geschlechtevon Dachsburg. Er war früher Bischof von Tüll undmachte auch als Papst noch verschiedene Reisen durchDeutschland (Vita Leonis IX. in Labbei et CossartiiCollect. Concilior. Tom. IX. pag. 948). Unter andern eineim Jahre 1049, auf welcher er mehrere Kirchen einweihte.
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