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Die geschichtliche Grundlage der Erzdiöcese Köln.
In diesem Versammlungsort wurden die Katechumenenunterrichtet und getauft, dort wurde das beilige Abendmahlgefeiert, dort fand die Vorlesung der heiligen Schrift stattund Gott wurde nach christlichem Ritus angebetet.
Nach apostolischer Sitte wurden die von der Haupt-stadt entfernt wohnenden Christengemeinden von dem Bischöfevon Zeit zu Zeit besucht. Er war es, der die feierlicheTaufe ertheilte und die Seelsorge leitete. Von Zeit zuZeit mag er auch wohl einen Priester seiner Hauptkirchean seine Stelle dorthin geschickt haben. Nichts hindertuns anzunehmen, dass von den ersten -Zeiten an solchedurch die Diöcesen zerstreut liegende Kirchen unter eige-nen Priestern mit fester Anstellung standen. Die ungeheureAusdehnung der Diöcesen in Deutschland machte hier gleichbeim Entstehen des Christenthums jene Massregel notwen-dig, die sich auch schon frühe in der AlexandrinischenKirche als nothwendig erwiesen hatte. Man denke nuran die Entfernung Kölns von Xanten. Die Grösse derEntfernungen gab auch hier und da auf dem Lande denAnstoss zur Gründung eigener Taufkirchen, unabhängigvon dem Baptisterium bei der Hauptkirche.
So hatte die Bremische Diöcese gleich nach ihrerGründung vier Taufkirchen — nur vier, weil der Sprengelklein war. Beweis, dass es damals schon auf dem Landezerstreute Baptisterien gab. (Siehe Cramer Ord. S. Bene-dicti Commentatio historica de Ecclesia metropol. Colon.— Bonnae 1792.)
Das war auch die ursprüngliche Bestimmung unsererältesten Pfarrkirchen, die nach den frühesten Ueberlie-ferungen fast immer die Bezeichnung Ecclesia baptismalishatten (vergl. can. 47 et 56, can. 16 quaest. 1.). Dahermag es auch wohl kommen, dass so viele unserer altenPfarrkirchen auf dem Lande dem h. Johannes dem Täufergeweiht sind, von dem auch die Baptisteria bei den Haupt-kirchen zu Florenz, Parma, Pisa, Worms etc. ihren Namenführen. (Siehe Paciaudii antiquit. Christianae de cultu S.Johannis Baptistae pag. 53. — Lupus de ecclesiae afric.appellatione.) Merkwürdig ist, dass die Urkunde, die wirvon einer der ältesten Kirchen des Kölner Sprengeis haben,eben diese Kirche — Reinem (Rindern) bei Xanten —als dem heil. Johannes dem Täufer gewidmet, angibt.
Die Kirche war von jeher gütig und aufmerksam auchauf die zeitlichen Bedürfnisse, ja sogar auf die Bequem-
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