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8 Die geschichtliehe Grundlage der Erzdiöcese Köln.
stätigt wurde. Ihre Sitze indessen überall genau bestimmenzu wollen, möchte schwer halten, theils weil die Völkersie selbst oft wechselten, theils weil die Angaben derSchriftsteller verschieden sind. Wenn aber über die Sitzeder Völker, die Caesar auf seinen Zügen antraf, etwasZuverlässiges gesagt werden soll, so müssen wir von dengeographischen Unterlagen ausgehen, die uns der Rheinund der Ardennerwald naturgemäss bieten. Der Rheinhat zwar an verschiedenen Stellen seinen Lauf geändert,allein seine Hauptrichtung ist doch immer dieselbe ge-blieben. Auch von den Ardennen sind noch immer be-stimmt nachweisbare Spuren vorhanden. Zu Caesars Zeitenging jener Wald vom Rheine bis an die Grenzen der Nervierund der Rhemer (de bell. gall. V, 3 et VI, 29, 1). Auchdie Schriftsteller späterer Jahrhunderte, welche in ihrenErläuterungen zu den Feldzügen des römischen Feldherrngrössere Ueberreste des Ardenner-Waldes vor sich hatten,als sie sich uns heut zu Tage zeigen, lassen über seineausserordentliche Ausdehnung keine Zweifel bestehen. Sosagt H. Glareanus in seinen animadv. ad Jul. Caes. pag. 155:Arduenna silva pertinet ad Lucenburg, Ubios, Menapios,Nervios. Ceterum hodie ingentes Abbatias et arces praedo-num habet. Ebenso Raimundus Marlianus in Indice lo-corum pag. 579: „Arduenna attingit Menapios, nunc Julia-censes, Aquisgranum oppidum, Eburones nunc Leodienses. . . Efliam . . . Ubiorum fines, qui nunc sunt Coloni-enses, in qua sunt vici, castella et oppida multa, ac com-plures insignes abbatiae, imprimis ordinis S. ßenedictiscilicet divi Uberti Leodiensis, et divi Cornelii ColoniensisDioeceses." Dieses ausgedehnte Waldgebiet, dessen letzteReste wir noch heute in unserer Provinz im Kottenforst,in der Vill sowie in vereinzelten Beständen des Vorgebirgeserblicken, berührte zwischen Bonn und Andernach denRhein. Es durchstrich in der Richtung von Nordost nachSüdwest die Eifel und das Luxemburger Land und reichtein seinen westlichen Ausläufern bis an den Hennegau unddie Champagne.
Auf beiden Seiten des Ardenner-Waldes wohnten dieTrevirer, da er sich mitten durch deren Gebiet hinzog.„Per medios Trevirorum fines", sagt Caesar ausdrücklich(lib. V, 3). Die Wohnsitze der Trevirer haben wir alsoim heutigen Trierischen und Luxemburgischen zu suchen.Dagegen hatten ihre gleichfalls germanischen Nachbarn