I. Die Grenzen der Erzdiöcese.
westlichen Spitze des alten Decanats Medebach. Diesesurnfasst sie mit einer östlichen Ausbiegung und wendetsich um Hallenberg herum in westlicher Richtung zumkahlen Astenberg. Nun hält sie sich auf dem Kamm desRothhaargebirges bis sie bei Rahrbach eine südliche Rich-tung einschlägt, unterhalb Betzdorf die Sieg überschreitetund westlich von dem auf dem Westerwalde gelegenenSeelberg über Marienberg die Richtung auf die Quellendes Wiedbaches zu verfolgt. Sie hält nun das rechte Uferder Wied bis Neustadt inne und geht in ihrem westlichenVerlauf auf den Kassbach zu, mit dem vereint sie oberhalbErpel in den Rhein tritt.
Weiter verläuft die Grenze durch das Bett des Stromesaufwärts bis sie oberhalb Brohl auf das linke Ufer des Rhei-nes übertritt. Von hier wendet sie sich an der Schweppen-burg vorbei nach Süden über den Schauerberg, die hoheAcht, Nürberg, Kelberg*) südlich von Uelmen bis Brock-scheid. Damit hat sie den südlichsten Punkt der Erz-diöcese erreicht, von dem aus sie in westlicher Richtungbis Ormond hinaufläuft und über die Schneeeifel unterhalbSt. Vith eine nördliche Richtung einschlägt. An diesem Punktebeginnt zwischen Malmedy und Stablo die Westgrenze.Sie erreicht in ihrem weiteren Verlauf nach Norden dieBarraque St. Michel, lässt den Fuss des Hohen Vennsostwärts, Aachen westwärts liegen und läuft in geraderRichtung auf die Wurm zu. Der Richtung dieses Flussesfolgt_sie fast bis dahin, wo dieser sich in die Roer ergiesst.Sie verläuft nun östlich von Baal, Kükhoven, Dahlen,Dülken, Schaag, Lobberich und Venlo bis zur Maas, diesie zwischen Velden und Argen erreicht Den Lauf diesesFlusses hält sie inne bis zu dem Punkte, wo er sich mitder Waal vereinigt.
Diese urältesten Grenzen der Kölner Erzdiöcese, welcheJahrhunderte hindurch bestanden hatten, erlitten im Jahre1559 auf der westlichen Strecke durch das Abkommen,
*) In einer Urkunde des Erzbischofs Kothbert von Trier aus demJahre 943 (Beyer, Urkundenbuch I. 1 78) heisst es in Bezug auf die Grenzbe-stimmung der trier'schen Pfarrei Nachtsheim (Natesheim) ... et de Triera(fluvio)usque admontemantiquest, per confinium nemorum ... usque aduiamde Barnuilra uenientem; et sie illam uiam usque ad montem Nore et. • . Achon. Hier ist also auch zugleich die Diöcesangrenze zwischenKöln und Trier. In einer Urkunde von 975 heisst die hohe Acht monshacha. Mons antiquest liegt zwischen Barweiler und Kelberg. —■ Akada(Urk. 1110) soll die Hacht bei Virneburg sein.
I