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1 (1892) Die Erzdiöcese Köln im Mittelalter
Entstehung
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4 Die geschichtliche Grundlage der Erzdiöcese Köln.

Erzdiöcese gegen Norden an die bischöflichen Sprengelvon Utrecht und Münster, gegen Osten an Paderbornund Mainz, gegen Süden an Trier und gegen Westen anLüttich.

Die äusserste Grenzlinie im Norden wurde durch denZusammenfluss der Maas und der Waal gebildet. Gehtman von dem Punkte, wo die beiden Ströme sich ver-einigen, am rechten Ufer der Waal und des Rheines strom-aufwärts bis eben südlich über Emmerich hinaus, so hatman ungefähr dieser Stadt gegenüber auf der linken Rhein-seite ein kleines Dreieck, dessen Basis der Strom nördlichvon Warbeyen bis Schenkenschanz bildet und mit seinerSpitze bis über Kellen reicht, welches zu Utrecht nichtzu Köln gehörte. Diese scheinbar abnorme Grenze wardurch einen längst versiegten Rheinarm gebildet, der denoben genannten Ortschaften in urältester Zeit eine rechtsrhei-nische Lage gegeben hatte. Unterhalb Emmerich setzt sich dieGrenze östlich hinter Dornak und Grieterbusch fort, bis sie,zwischen dieser Ortschaft und Bienen durchgehend, kurzvor Rees auf das Flüsschen Wehr stösst. Die so zurück-gelegte Strecke bezeichnet die nordöstliche Diöcesangrenze.Nun wendet sich die Grenze wieder etwas mehr nord-wärts, dem Flussbette der Wehr bis zu ihren Quellen fol-gend, um fast Anholt gegenüber auf die alte Tssel zustossen. Von diesem Punkte aus verläuft sie eine kurzeStrecke in südlicher Richtung gegen und durch das Fluss-bett der alten Issel. Dort wo der von Osten kommendeFluss zwischen Ringenberg und Haminkeln seinen Laufnach Norden nimmt, geht die Grenze in ihrem weiternVerlaufe in leichtem Bogen hinter Schermbeck geradeausauf die Lippe zu. Dieser starke Zufluss des Rheinesbildet von da an bis fast zu seiner Quelle die Nordgrenzedes kölnischen Kirchengebietes. Man könnte den Laufdes Flusses in einem gewissen Sinne als eine ununter-brochene von der Natur gegebene Grenzlinie bezeichnen,wenn nicht die auf dem rechtem Ufer der Lippe gelegenenStädte Hamm und Lippstadt durch ihre Zugehörigkeit zuKöln und das oberhalb Hamm auf dem linken Ufer liegendeDorf Untrop, welches unter Münster steht, eine kleine Unter-brechung in der Regelmässigkeit des Verlaufs hervorriefe.

An ihrem östlichen Endpunkte wendet sich die Nord-grenze mit Beschreibung einer leichten Umbiegung zwischenGeseke und Bodeke fast gerade nach Süden bis zur nord-

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