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Gesandten mussten in ihrem und der ganzen BürgerschaftNamen dem Könige Treue schwören und geloben, dieselbe iuallem und gegen alle unverbrüchlich zu bewahren. Dafür nahmdieser die Stadt in Gnaden auf, gab die Schifffahrt auf demRheine frei, indem er die Sperre bei Boppard und Kaisers-werth aufhob und eröffnete den Kölnern auch die übrigenVerkehrswege im Reiche, damit sie sich verproviantieren undihren darniederliegenden Handel wieder in die Höhe bringenkönnten. Die allgemeine Erwartung, dass auch Otto nachKoblenz kommen und seinen Frieden mit dem Staufer machenwerde, erfüllte sich nicht. Zwar verliess derselbe, als er sah,dass selbst in Köln seine Rolle ausgespielt sei, die Stadtunter dem Vorwande, seine Verhandlungen mit Philipp wiederaufnehmen zu wollen, aber statt an dessen Hof zn gehen,zog er sich mit dem kleinen Häuflein seiner Getreuengrollend nach Braunschweig zurück. Er blieb fortan aufseine Erblande beschränkt, das übrige Reich war für ihnverloren. 1 )
Erzbischof Adolf hatte die Hoffnung auf Wiedererlangimgseines Erzbistums noch immer nicht aufgegeben; ja seit Brunoin die Hände Philipps gefallen war, hielt er dieselbe für ge-sichert und wollte daher bei den Koblenzer Verhandlungen vonden Kölnern vor allem seine Anerkennung verlangt wissen.Doch der König hatte für den Augenblick keine Lust, auf seineWünsche einzugehen, einmal weil die Kölner durch solch be-stimmte und schroffe Forderungen vielleicht stutzig gewordenwären, sodann, und das war der Hauptgrund, weil er grade da-mals mit dem Papste in nähere Verbindung zu treten suchte,ein so eigenmächtiges Vorgehen in der Kölner Bischofsfrageaber, wie es Adolf forderte, von vornherein jede Annäherungunmöglich gemacht hätte; er vertröstete ihn auf die Zeit,wo er mit der Bürgerschaft das Nähere vereinbaren werde. 3 )
] ) Ann. Col. Max. 821. Rein. Leod. p. 660, besonders aber Chrou.reg. Col. zu 1206.
2} Chron. reg. Col. zu 1206.