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1 (1886) Adolf als Reichsfürst
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Köln führte. Die Stadt rechts liegen lassend ging er etwabei Bedburg über die Erft und lagerte sich jenseits derselbenzwei Meilen von der Feste Wassenberg entfernt. 1 ) Hierunterwarf sich ihm Herzog Heinrich von Limburg. 2 ) DieKölner merkten sofort die Absicht des Feindes, und an derSpitze von 400 Bittern und 2000 Fusssoldaten verliessenKönig Otto, Erzbischof Bruno und Walram von Limburg dieStadt, um das Land des Limburger Herzogs, von dessen Ab-fall sie noch nichts wussten, gegen Philipps Angriff zu decken.Am 27. Juli stiessen sie auf das feindliche Lager, am folgen-den Tage sollte nach beiderseitiger Uebereinkunft. die Ent-scheidungsschlacht fallen, da wurde plötzlich gegen den Ver-

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!) S. über die Marschroute Ficker, reg. imp. uo. 136a.

-) (Jhrou. reg. Col. /.n 120<j. Auch Gesta Trevir. M. G. 24, 391lassen den Herzog schon zu Philipp übertreten, während sich das wel-fisch-kölnische Heer noch auf dem Marsche befindet. Dieser Partei-wechsel Heinrichs grade in dem Augenblick, wo Otto und die Kölnerso fest auf seine Unterstützung gerechnet hatten, musste notwendig beideu Zeitgenossen den Verdacht erwecken, als ob er von Philipp be-stochen seine bisherigen Genossen absichtlich ins Verderben gelockt habe,da eben seinetwegen der ganze Zug von Köln nach Wassenberg unter-nommen wurde. Uebereinstimmend schreiben denn auch Ann. Col. p. 821,Arnold Lub. VII, 5, Gesta Trev. p. 391, Oont. Weing. p. 480 den un-glücklichen Ausgang der Schlacht bei Wassenberg dem Verrate desHerzogs zu, nur dass er bei Cont. Weing. mit seinem Sohne Walramverwechselt wird; docli lässt sich ihm eine direkte Schuld nicht nach-weisen Die Nachricht bei Arnold, wouach er persönlich das weifischeHeer ans Köln hinaus gegen den Stanfer geführt habe, wird durch Ann.Col., Chron. reg. Col. und Gesta Trev. zurückgewiesen, welche ausdrück-lich Otto, Bruno und Walram als Anführer desselben nennen. Wahr-scheinlich wird auch Heinrich v Limburg es gewesen sein, der deu ein-tägigen Waffenstillstand zwischen Philipp und Otto vermittelte, wie einVergleich mit Arnold ergiebt:iste (Henr. de Limb.) cives insidioseeduxerat et eos ab hostium impetu securos fecerat, cum repente ir-ruentibus hostibus super quietös ...."; vielleicht hatte er gehofft,überhaupt einen friedlichen Ausgleich herbeiführen zu könuen. Die Nicht-achtung des Vertrages von Seiten Philipps diente nur dazu, die Schulddes Herzogs in den Augen der welfisch-kölnischeu Partei noch mehrhervortreten zu lassen, denn nach ihrer Meinung hatte er die Geschichtemir veranstaltet, um sie desto sicherer zu verderben.