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1 (1886) Adolf als Reichsfürst
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Ergebenheit gegen die römische Kirche, seine Treue gegendas Reich, seinen Eifer für die Ehre der Kölner Kirche undsein mutiges und standhaftes Auftreten für Otto zu rühmen.Die Folge war ein äusserst schmeichelhaftes Schreiben vonlimocenz.Selbst wenn unser geliebter Sohn (Aegidius) ge-schwiegen hätte, Deine Werke hätten der Wahrheit die Ehregegeben. Darum stehe auch fernerhin in Liebe und Gehorsamzu dem, den Du nächst Gott zum Königtum berufen undführe auch andere zur Tugend der Beharrlichkeit. Nichtmehr lange, und der Herr wird in Deinem Könige Dich unddie Kölner Kirche barmherzig und wunderbar erhöhen; dannwird Deine Standhaftigkeit gekrönt und Dein Name genanntwerden, so lange Menschen leben. Halte dich übrigens nebstden Deinen bereit, zu gelegener Zeit uns unsern Sohn Ottonach Rom zu führen, damit wir ihn mit Hilfe Gottes zumrömischen Kaiser krönen." 1 )

In der That schien der Augenblick nicht mehr fern, woder Weife seinen Gegner völlig niedergeworfen haben würde.Das selbstbewusste Auftreten des Legaten hatte viele FreundePhilipps eingeschüchtert und bedenklich gemacht; zwar vonden Bischöfen von Strassburg und Basel und den Grafenvon Dachsburg und Habsburg war es selbstverständlich, dasssie bei der ersten Gelegenheit mit fliegenden Fahnen insfeindliche Lager übergehen würden, aber selbst Männer wieKonrad von Wirzburg und Ottokar von Böhmen trugen sichmit Abfallsgedanken. 2 ) Dann war nach der Eroberung Hol-steins durch die Dänen im Herbste 1201 auch der letzte An-hänger des Staufers im Nordwesten Deutschlands, ErzbischofHartwich IL von Bremen, genötigt worden, sich zu ergeben, 3 )und schon hatte Otto auf dem Hoftage zu Verden (2. Juni1202) die Heerfahrt gegen die Osterherren beschlossen, 4 ) als

1 ) Eeg. de neg. imp. üo. 67 vom 5. April 1202.

2) S. Winkelmann I, 266 ff.

8 ) Ann. Stad. p. 354. Brauusch. Heimeln-, v. 5661 ff.4 ) Brauuscliw. Reimclu - . v. 5692 ff.