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1 (1886) Adolf als Reichsfürst
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festen Fuss zu fassen. Nachdem er dort das Weihnachtsfestmit grossem Pomp gefeiert hatte, 1 ) brach er zu Anfang 1201von einer stattlichen Anzahl rheinischer und westfälischerHerren umgeben (es waren meist die Vasallen des KölnerErzbischofs, der mittelrheinische Anhang seines Bruders, desPfalzgrafen, und die Verwandten Erzbischof Sigfrits 2 ) weiternach Süden auf und stand in den ersten Tagen des Februarvor Weissenburg im Elsass. 3 )

Ottos Sache hatte einen unenvarteten Aufschwung ge-nommen. Vor kaum Jahresfrist selbst von seinen eifrigstenAnhängern aufgegeben, stand er jetzt siegreich mitten imfeindlichen Lande. Das ganze, linke Rheinufer fiel ihm zu,und seine alten Anhänger am Oberrhein warteten nur desgünstigen Augenblicks, um gleichfalls auf seine Seite zutreten. 4 )

Das grosse Glück des Königs machte sogar ErzbischofAdolf stutzig. Er wollte sich für jeden Fall sichern, und imLager zu Weissenburg musste ihm Otto im Beisein seinerBrüder Heinrich und "Wilhelm die alten Rechte der KölnerErzbischöfe auf das Herzogtum Westfalen von neuem ver-briefen. Freiwillig und auf immer verzichteten hier dieweifischen Brüder in Rücksicht der ausgezeichneten, öfterenDienste ihres geliebten Fürsten Adolf auf alle Güter, welcheeinst Erzbischof Philipp vom Herzogtum ihres Vaters erhaltenhatte. Eidlich verpflichteten sie sich, die Kölner Kirche zujeder Zeit in deren ruhigem und ungestörtem Besitze zu be-lassen und stellten als Geiseln die Grafen von Leiningen, 5 )

i) Rog. de Hov. IV, 122. Ann. Col. 1. c.

2 ) Zeugenreike bei Picker, reg. imp. no. 216.

3 ) Ann. Ool. Max. p. 810. Auch Ann. S. Trudperti zu 1204 be-ziehen sich auf diese Vorgänge; a. Exkurs I.

4 ) Die Bischöfe von Strassburg und Basel, sowie die Grafen vonDachsburg und Habsburg haben ihm damals, wenn auch nur im ge-heimen, den Treueid geleistet. Reg. de neg. imp. no. 35. 45.

5 J Also bereits jetzt, am 3. Februar, und nicht erst nach Winkel-mann I, 206, 4 am 26. September kommt Friedrich v. Leiningen ur-kundlich als Anhänger Ottos vor.