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1 (1886) Adolf als Reichsfürst
Entstehung
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Es ist gerade kein anziehendes Bild, das sich uns in derGeschichte dieses mächtigen Kirchenfürsten aufrollt, aber esbietet des Interessanten und Farbenprächtigen genug, es führtuns mitten hinein in das wirre Parteitreiben jener Zeit; wiein einem Spiegel erkennen wir in Adolfs politischer Denk-und Handlungsweise die Ansichten und Bestrebungen desdamaligen Fürstentums überhaupt, so dass es wohl der Mühewert erscheint, sein ganzes Schaffen und Wirken an der Handder Quellen einheitlich darzustellen.

Freilich ist das Material, welches uns die geschichtlicheUeberlieferung bietet, für die einzelnen Partieen von AdolfsLeben sehr ungleich, und darnach wird sich auch die Dar-stellung richten müssen. Ueber seine Jugend wissen wir fastgar nichts; die wenigen Notizen, die sich hauptsächlich inUrkunden darüber finden, genügen kaum, um einige äussereAnhaltspunkte zu gewinnen. Reichlicher beginnen die Quellenzu fliessen, seitdem Adolf den erzbischöflichen Stuhl innehat, aber auch da giebt es noch genug Lücken auszufüllenund Zweifel zu lösen. Am klarsten liegt derjenige Theilseines Lebens vor uns, wo er von Papst InnocenzIII. abge-setzt das Erzbistum gegen den neugewählten Bruno IV. zubehaupten sucht; besonders verbreitet die für diese Zeit nochnicht benutzte Chronica regia Coloniensis helleres Licht dar-über. Dann werden die Notizen immer spärlicher, bis sieschliesslich ganz aufhören; nur noch das Jahr und der Tagseines Todes sind uns bekannt.