auf die Nachkommen. Manche folgten dem Bischöfe von MainzW.E.von Ketteler, der in seiner Schrift: „Teutschland nach demKriege von 1866" die eigene Erkenntnis der Notwendigkeit, die Tat-fachen anzuerkennen, begründete.
Die Selbstsucht und Eifersucht der beiden deutschen Großmächte,von denen Preußen von dem Gedanken seine Macht zu erweitembewegt war, Österreich von dem, seine ehrenreiche Stellung zu erhalten,war ausgetragen. Der einst zum Bunde gehörige Naum, das in ihmvereinte deutsche Vinnenvolk war mindestens vorläufig in drei Teilezerschnitten. Das betraf die drei Grundkräfte des politischen Lebens:Staat, Naum und Volk. Drei getrennte Glieder: der wesentlichauf einstigem Kolonialboden ruhende Südostraum an der mittlerenDonau und der Moldau, mit gemütreicher Kultur, katholisch, miteinem größeren nichtdeutschen Sprachgebiet verbunden. Der zweiteNaum, der nicht an Kolonialboden beteiligt war, an der oberenDonau, am Maine und an dem Neste der oberdeutschen Nhein-stellung, rein deutsch, in der Kultur der österreichischen näher ver-wandt, dem Glauben nach noch eben mehr katholisch als evangelisch.Der dritte war Norddeutschland, das Land vorwiegenden Verstan-des, mit polnischen Landesteilen in seinem Osten, sonst zur kleinerenHälfte gleichfalls auf Kolonialboden gelegen.
An die östliche Gefahrenzone grenzten Österreich und der Nord-deutsche Bund, an die westliche dieser und die Staaten des Südens.Die südöstliche, in weiterer Auflösung begriffene Front hatte nur Öster-reich als Nachbarn.Der Saum der nordischen Meere gehörte dem Nor-den. Österreich hatte einen Anteil an der Küste des Adriatischen Meeres
96. Die Gründung des Norddeutschen Bundes. Seine Verfassung
Vergleich mit den Lösungen von 1815 und 1849. VerHand,lungen der Negierungen. Entwurf der Verfassung. Nord»deutscher Reichstag. Abänderungen. Die Verfassung im einzelnen
Der Deutsche Bund war ganz ausschließlich das Werk der Fürstenund ihrer leitenden Staatsmänner gewesen, ohne irgendwelche Be-fragung der Untertanen. Umgekehrt hatte 1848/49 die gemeinsame
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