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vin. Die Zeit des Deutschen Bundes 1815-66
72. Der Wiener Kongreß
Territoriale Gestaltung Deutschlands
Der Wiener Kongreß, der die Neuordnung Europas regeln sollte,vereinte nicht nur die Häupter der drei sieghaften kontinentalen Groß-mächte. Auch andere Fürsten erschienen in Person, die große Mehr-zahl war aber durch leitende Staatsmänner oder Diplomaten ver-treten. Doch nicht allein fanden sich Gesandte fast aller europäischenStaaten ein, die sich auf der Landkarte behauptet hatten oder wiedererstanden waren, auch die Verunglückten, Mediatisierte, Domkapitel,suchten ihre Auferstehung zu erreichen. Amsonst. Lsati zzoLLiäsu-t68. Auch das besiegte Frankreich war vertreten. Talleyrand solltefreilich nur zuhören. Doch dieser große Diplomat konnte es fertig-bringen, mit entscheidend einzugreifen. Das war zwar dem Vertreterdes französischen Staates nicht möglich, wohl aber über die Brückedes Legitimismus dem des bourbonischen Königs.
Der Gastgeber Kaiser Franz hatte nicht den Schwung, um sichzum Mittelpunkte der Politik oder des glanzvollen gesellschaftlichenLebens zu machen. Das gelang in weitem Maße seinem Minister,doch nicht gegenüber dem Zaren. Der Kongreß war ein Duell zwi-schen dem Kaiser Alexander und Metternich. Der König FriedrichWilhelm hatte um sich den geschmeidigen, weltgewandten Hardenbergund den gedankenreichen Wilhelm von Humboldt, dem die Tat schwersiel. Dieses Schiff hatte den schwersten Kurs, es landete auch nichtin dem erstrebten Hafen, sondern in einem, den es hatte vermeidenwollen und der doch der bessere war.
Das Los der Lande, welche dem Könige von Sachsen unterstandenhatten, sein Königreich und das Herzogtum Warschau, war einesder Kampfobjekte der Mächte. Der Zar hatte die Absicht, fast
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