IV. Die Zeit der vorwaltenden religiösen Gegensätze
1519 bis 1648
und
V. Die Zeit des vollen Verfalles des Reiches
1648 bis 1789
Habe ich schon bei der Tarstellung der beiden voraufgegangenen Periodeneinzelne Linien ohne NllÄsicht auf die Periodeneinteilung weiter verfolgt, sowird das jetzt noch mehr geschehen. Wo das nützlich erschien, findet sich dasZeichen eines Sternes vor dem Abschnitte. Im übrigen aber bleiben die beidenPerioden gesondert.
z z. Charakteristika der ersten Periode
Die Glaubensspaltung. Habsburg eine Weltmacht. Er»starlteMacht der Fürsten. Abschluß imWestfiilischen Frieden
Die erste der beiden Perioden wird durch drei Momente charak-terisiert.
Zunächst ist es die Zeit der großen religiösen Kämpfe. Es stehensich gegenüber die Altgläubigen auf der einen und die Neuerer, dieLuther, Zwingli oder Kalvin folgen, auf der anderen Seite, mitunterist diese Front noch weiter gespalten. Das mittelalterliche Neich hattevon jedem Stande und jedem vollberechtigten Untertanen, nicht alsovon den Juden, die Zugehörigkeit zur katholischen Kirche gefordert.Dieses Vannrecht wurde zunächst durch deren zwei ersetzt, neben daskatholische trat rechtlich das lutherische Bekenntnis. Das dritte,das der reformierten Kirche, wurde erst am Ende dieser Periodereichsgesetzlich anerkannt. Der Glaubensbann wird weiter zu einemRechte der Landesherren. Die protestantischen entwickeln eine fürst-liche Kirchenhoheit. Bei den katholischen sind der Hemmungendurch die allgemeine Kirche zu viele. Doch steigt auch hier der staat-liche oder territoriale Einfluß auf die Kirche.
Das Mittelalter hatte in seiner Kirche die Einheit des Glaubensals die oberste Welt- und Lebensordnung besessen, sie ward durch die
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