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Vertrauen seines Königs ein, der im Grunde seines Herzens einAbsolutist war und die Gefahren jeder Neuerung stärker sah alsdie Vorteile. Auch innerhalb der Bürokratie machten sich Schwierig-keiten geltend. Die Neaktion erhob sich. Metternichs Nat ging gegeneine allgemeine preußische Verfassung, schon weil ein gleiches für denKaiserstaat unmöglich war. Auch das kam in die Quere, daß derKronprinz und seine Freunde sich für eine altständische Organisationeinsetzten. Die Mehrheit des Adels wollte seine alte rechtliche Positionbehaupten. Nie Staatsrechtslehre des Schweizers Haller mit ihremSatze, daß jede Herrschaft vom Grundbesitze abzuleiten sei, gab diesenTendenzen eine wissenschaftliche Form und eine moralisch erscheinendeBegründung.
Diese Richtung siegte bei den Erlassen über die Einrichtung vonProvinzialständen (1823), und damit unterblieb der Erlaß einerVerfassung des Gesamtstaates. Preußen schloß sich somit dem Vor-bilde Österreichs an. Das verzögerte das Einleben des Westens indie Gesamtmonarchie und ertötete das Vertrauen, das weite Kreiseim übrigen Deutschland dem preußischen Staate, diesem robustestenund gesundesten aller deutschen, 1815 entgegengebracht hatten, undließ Preußen als das Land der Neaktion, der Junker, der Büro-kratie und des Militarismus gegenüber den konstitutionellen StaatenWesteuropas und Süddeutschlands in den Schatten treten. Vielestießen sich an dem harten Tone der Staatsdiener, aber es warein pflichttreues, für den Staat sparendes und persönlich sauberesBeamtentum.
And nun Osterreich. Wir kennen die Elemente der Einheit undVielheit: die Dynastie auf der einen Seite, privilegierte Kron-länder und sehr verschieden gestellte Nationen und deren Splitterauf der anderen. Mit dem Versuche, durch die Einführung des Deut-schen als Staatssprache die Einheit zu stärken, war Josef II. an Ungarngescheitert. Begreiflich; denn ein zusammengeheirateter Staat kannnicht die Nücksichtslosigkeit der Eroberer aufbringen. Selbst mit Aus-schluß der Länder der ungarischen Krone steht das damals noch nichtklar aufgestellte Nechenexempel übel; denn die Teutschen bildeten nureine Minorität, nach Abzug der italienischen Provinzen nur 36 Pro-zent. Wohl war der Prozentsatz der Teutschen in den höheren Stel-
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