Vertrag. Preußen gewann dadurch die deutschen Städte Danzigund Thorn und alles zwischen Westpreußen und Schlesien einge--keilte Land, das als Provinz Südpreußen eingerichtet wurde, mit1000000 Einwohnern. Nußland fielen 3000000 zu. Österreich gingleer aus, es hoffte noch Bayern gegen die Niederlande eintauschenzu können. Unter russischem Drucke stimmte schließlich der polnischeNeichstag stumm der Abtretung an Preußen zu.
Das alte Europa hatte nicht zur rechten Stunde die neue franzö-sische Nepublik niedergerannt, wo man es nur mit der zerrüttetenköniglichen Armee zu tun gehabt hätte. England trat zu spät derKoalition bei, Preußen setzte nur einen Teil seiner Truppen ein, undder Negensburger Neichstag verweigerte eine Volksbewaffnung.Mit den alten Mitteln glaubte man zu siegen. Der Feldzug von 1794,in dem schließlich 600000 Franzosen gegen 225000 Alliierte fochten,endete mit dem Verluste von Aachen und Köln, sowie der Nieder-lande, die als erste Tochterrepublik, die batavische, eingerichtet wurde.
Die Zeit einer neuen Kriegführung war gekommen. Sie wurdeaus der Not Frankreichs geboren. Das volle Aufgebot des Volkestrat an die Stelle der Söldner. Schon die Freiwilligen brachten starkenWillen in die Neihen des alten Heeres. Da sie keinen Drill hatten,der für die Linearschlachten erforderlich war, mußte man, auf ihreVegeisterung rechnend, sie in Schützenlinien mit nachfolgenden Ko-lonnen angreifen lassen. Aus Mangel an Geld konnte man nicht mehrMagazine anlegen, sondern mußte sich mit Requisitionen helfen.Man suchte sie möglichst im Feindesland. Daraus ergab sich eineweit beweglichere Kriegführung. Gegenüber dieser geänderten Taktikund Strategie hielt die deutsche Seite bis 1807 am Alten fest.
Eine Politik nach zwei Fronten erschien den: unsicheren Königevon Preußen zu bedenklich. Da der Staat sich für finanziell erschöpfthielt, die englischen Subsidien gekündigt wurden, er weiter bei denTeilungen Polens, die infolge der nationalen Erhebung der Polenvon Katharina geplant waren, beteiligt sein wollte, auch mancheFürsten kriegsmüde waren und nach dem Ende des Schreckens in Parisein maßvoller Friede als möglich erschien, begann Friedrich Wilhelmin der Absicht Verhandlungen, bei ihnen den Friedensvermittlerzu spielen. Der Wohlfahrtsausschuß lehnte das ab. Vald handelte
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