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Der deutsche Staat : Verfassung, Macht u. Grenzen 919 - 1914
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an den Ufern des Rheins, an den Alpen, an den Pyrenäen.Gaswar", sagt Sorel,der Grundgedanke des Staates während einesKrieges von 23 Jahren. Man würde vergebens eine Aufklärung desAufstieges und des Sturzes Vonapartes suchen, das Geheimnisseiner Pläne und das Band zwischen der französischen Geschichtedes Kaiserreichs und der der Republik, wenn man es nicht da sucht."

Die Stunde der Probe auf die Lebenskraft des Reiches, auf dieBeherztheit seiner Fürsten, auf die Treue seiner Bewohner war ge-kommen. Wenn nun die französischen Truppen die linksrheinischenLande besetzten, konnten sich die am Alten hängenden Volkskreisenicht frei äußern. Die für die Prinzipien der Revolution begeistertenAufgeklärten fanden bei den Franzosen Deckung und Antrieb. DieMehrheit der bei starkem Drucke und minimaler Wahlbeteiligunggewählten Abgeordneten zumrheinischen Konvente" wollte imGrunde keinen Umsturz. Eine winzige Minderheit beschloß, daß dasLand von Landau bis Vingen einen freien unabhängigen Staatbilden solle, ohne jede Verbindung zu Kaiser und Reich und zu denalten Landesherren. Das war aber den radikalen Schwärmern undauch den Franzosen nicht genug. Der neue Staat erreichte nur einLebensalter von vier Tagen; denn dann wurde die Vereinigung mitder französischen Republik beschlossen.

Der Angriff, dann die Abwehr wurde von stärkeren preußischenund österreichischen Truppen getragen, aber nur mit halbem Kerzengeführt. Die beiden Mächte rechneten auf Veute, konnten sich aberüber ihre Verteilung nicht einigen. Doch es gab noch ein zweitesGebiet, wo Gewinste zu erhoffen waren, Polen.

Tort hatte Österreich sich zu einer inneren Reform nicht ungünstiggestellt, an einer neuen, übrigens nach 25 Jahren zu revidierendenVerfassung mitgewirkt. Sie wäre den russischen Einflüssen abträglichgewesen. Die Zarin hielt an der von ihr gestützten älteren Verfassungfest, fand Unterstützung in Polen selbst, die sie durch Einmarsch vonTruppen hinwiederum stärkte. Katharina, die nicht ein erstarktesPolen als Nachbar wünschte, hatte schon bei Preußen eine zweiteTeilung Polens angeregt. Da der König nicht mit dem KaiserFranz darüber einig wurde, erfolgte diese zweite Teilung (Januar1793) nur durch einen zwischen Nußland und Preußen abgeschlossenen

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