Komitate ihre Akten führten, durch die deutsche Sprache zu ersetzenanordnete. Die Lage wird durch zwei Zahlen beleuchtet. Am 1800standen 3400 königliche Zivilstaatsbeamte 5500 Komitatsbeamtengegenüber.
Kaiser Josef brachte Galizien unter die Wiener Zentralbehörden,führte auch hier das Teutsche als Amtssprache ein und hob auch hierdie Leibeigenschaft auf.
Schauen wir auf die Entwicklung von Gesamtösterreich zurück.Sicher war dasWort: ,,1u telix^ustiia, unds" wahr. Der Staatder Habsburger war ein Tynastiestaat.
Einst hatte der herzlich unbedeutende Kaiser Friedrich III., die ftinfGrundvokale ^. N. 1. 0. II. umdeutend, die Worte niedergeschrieben:^uLtriÄS Nst Iinxsrals Ordi Univers«. Das war, auch auf denabendländischen Kulturkreis eingeschränkt, ein unerfüllbares Pro-gramm. Der Spruch wurde umgedeutet in eine Prophezeiung, alsman aus den Buchstaben: ^.ustiia Nrit, In Ords Illtinia las. DieseWorte deuten auf den Glauben an das Mirakel Österreichs, an diebesondere Gnade Gottes für das Haus Österreich hin, der die Habs-burger von Nudolf II. an, namentlich Leopold I., beseelte und auchMaria Theresias Empfinden bestimmte, um dann bei den Erben auslothringischem Blute unter dem Einstuffe der Aufklärung zu ver-schwinden. Es mag sein, daß dieser Glaube, der in schweren Stundendie Kaiser aufrechterhielt, auch auf die Lethargie mancher von Ein-fluß war. Aus dem Titel des 1684 erschienenen Buches Phil. Wilh.von Hörnigks: „Österreich über Alles, wann es nur will" leuchteteine leise Kritik seines Kaisers bervor.
Das Problem der deutschen Geschichte: Einheit und Vielheit warauch das Österreichs. Dem Staate fehlte die räumliche Geschlossenheit.Er umfaßte der Nationen und Volkssplitter gar viele: außer denDeutschen und Madjaren Nordslawen (Tschechen, Slowaken und Po-len), Südslawen (Slowenen, Kroaten und Serben), lateinische Natio-nen (Numänen, Italiener, Franzosen), zeitweise auch Spanier. Einenvielsprachigeren Staat hatten nur die Nömer errichtet und beherrscht.Sie hatten das Neich in seinem Westen latinisiert, wie der Osten diegriechische Sprache zu der des Staates gemacht hatte. Die Nömerhatten ihren Völkern sehr weitgehende Gleichheit in Verfassung,
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