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der Rhein der Schlüssel der Politik Ludwigs XIV. Dann legteWilhelm von Oranien als Generalstatthalter der Niederlande undKönig von England das Gewicht der Seemächte auf die öster-reichische Waagschale. Nach dem Frieden von iltrecht hatte Eng-land auf lange Zeit fast die Rolle des Schiedsrichters in Europagewonnen. Ein Anglück für Europa war es, daß England nie dieBedeutung Straßburgs für die dauernde Sicherung des Friedensauf dem Kontinente anerkannte, sondern es stets bei Frankreichbeließ.
Kehren wir an die Westgrenze zurück. In dem Friedensschlüssevon Wien 1738 ging das Herzogtum Lothringen als Entschädigungfür den polnischen Thron an den Exkönig von Polen, StanislausLeszczynski, über. Das Land, in dem sofort französische Verwaltungeingeführt wurde, fiel nach dessen Tode l766 völlig an den Königvon Frankreich. Das Land hatte längst den Zusammenhang mitdem Reiche gelockert. Der Nürnberger Vertrag von 1542 ist einGegenstück zum burgundischen. Nach ihm blieb das Herzogtumim Verbände des Reiches und des oberrheinischen Kreises, aberfortan sollte es ein „souveränes, freies und abgesondertes Fürsten-tum" sein und nicht mehr dem Neichstammergerichte unterstehen.Das Herzogshaus wehrte sich, soweit es möglich war, gegen Frank-reich, das das Land zweimal lange, lange Jahrzehnte hindurch be-setzt hielt, während die Herzöge persönlich dem Kaiser dienten.1697 kehrte das Land, das mit großer Treue an seinen Herzögenhing, zum letzten Male zu ihnen zurück. Für Lothringen erhielt derGemahl Maria Theresias das Großherzogtum Toskana als Ersatz.Er wie seine Nachkommen behielten bis 1801 Sitz und Summeauf dem Reichstage. Es waren abermals weite deutschredende Ge-biete an die französische Krone gekommen.
Als das Reich seinem Ende entgegenging, standen auf dem linkenNheinufer oberhalb von Weißenburg nur noch Teile des BistumsBasel, die württembergische Grafschaft Mömpelgard nebst zweiHerrschaften, die Grasschaften Salm und Saarwerden und einigeExklaven im Neichsverbande. Sonst bildete der Nheinlauf dieGrenze. Die Neichsfestungen Kehl und Philippsburg, das öster-reichische Vreisach und das turmainzische Mainz, die ihn decken
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