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Der deutsche Staat : Verfassung, Macht u. Grenzen 919 - 1914
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)). Die Beteiligung des Auslandes am Reiche

Schweden. Dänemark. Spanien. Erwerbungen Frankreichs.

Lage am Oberrhein. Ausscheiden derSchweiz und der Nie»

Verlande. Belgien

Der Westfälische Friede wurde unter dem Einflüsse der beidenAuslandsmächte abgeschlossen, die in den Kampf sich eingemischthatten. Schweden und Frankreich arbeiteten ungeachtet ihrer reli-giösen Gegensätze einander in die Hände. Sie verlangten Entschädi-gungen im deutschen Naume und eine Verfassungsänderung zu-ungunsten des Kaisers, die schon besprochen wurde. Namentlicheinige katholische Stände (Kurbayern, Kurmainz) drängten, deseigenen Schutzes von Frankreich sicher, zum Frieden. Eine Fort-führung des grausamen Krieges schien auch dem Kaiser aussichtslosund unmöglich. Seine Vertreter hatten in den beiden westfälischenKongreßstädten den schwersten Stand.

Das Königreich Schweden gewann gegen den hartnäckigen Wider-stand des Großen Kurfürsten den besten Teil von Pommern: Vor-pommern, Nügen und das gesamte Gebiet der Odermündungen,außerdem die mecklenburgische Hafenstadt Wismar. Da die in welt-liche Gebiete umgewandelten Stifte Bremen und Verden gleichfallsan die Krone Schwedens fielen, wuchs ihr auch Anteil an den llfernvon Elbe und Weser zu. Der Schiffsverkehr von Hamburg undBremen berührte nunmehr die Tragweite schwedischer Geschütze.So kamen die Mündungen aller deutschen Ströme unter Druck desAuslandes; nur der kleinste deutsche Fluß, die Ems, erreichte denTollart, ohne vom Auslande kontrolliert zu werden. Das Westuferdes Meerbusens war freilich in Händen der Generalstaaten. Wo früherdie Macht der Hansa zugehört hatte, auf den beiden nordischen Mee-ren war sie an fremde Flaggen gefallen.Wohl konnten die Hansahäfenin Friedenszeiten sich einigermaßen behaupten, aber in Kriegszeitenfehlte ihnen jeder Schutz auf den Meereswogen. Schweden wurdefür jene Gebiete, die es vom Kaiser als Lehen empfing, ein Neichs-stand. Die Wirksamkeit dieser Krone beruhte auf zu geringer Macht,um die waghalsige Politik, die König Karl XII. im nordischenKriege führte, ohne Schaden ertragen zu können. Preußens starkeund sehr begreifliche Sehnsucht nach der Odermündung wurde 1720

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