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* )). Das Reich und die Wirtschaft
Das Neich war infolge seiner unklaren Grenzen und der völligunzureichenden Gewalt über seine Einzelglieder einer einheitlichenWirtschaftspolitik nicht fähig. Doch so völlig untätig, wie man früherannahm, ist es nicht gewesen. Freilich fehlte ihm die Zwangsgewalt.So verpufften unter Leopold I. alle Verbote, mit Frankreich Handelzu treiben.
Das Neich war kein geschlossener Wirtschaftskörper. Hatten dievoraufgegangenen Perioden den deutschen Kaufleuten einen gutenAnteil an dem damaligen Welthandel gesichert, so wurde das anders,als die Fremdstaaten, die über einen geschlossenen Naum geboten,eine staatliche Wirtschaftspolitik begannen. Ludwig XI. von Frank-reich ging voran, er legte 1462 die Genfer Messen trocken und zogden Meßverkehr nach Lyon. England folgte und unter Gustav WasaSchweden. Portugal monopolisierte den Handel nach seinen neuenindischen Kolonien. Spanien ging weniger scharf vor. Die Türkeiward fast zu einer Sperre. Diese Tatsachen brachten die deutschenStädte und Venedig in schwierige Lagen, führten langsam zu ihremNiedergange. Gemildert wurde das, insofern deutsches Kapitalfremden Herrschern unentbehrlich war. Lange vor dem Ausbruchedes Dreißigjährigen Krieges begann der Niedergang. Deutschlandhatte es nun mit Volkswirtschaften zu tun, ohne infolge seines staat-lichen Wesens selbst eine eigene einige betreiben zu können.
Zwei räumlich getrennte, wenn auch stärker als früher verbundeneGebiete setzten zunächst erfolgreich ihre Handelstätigkeit fort. Dievon dem neuen, kapitalistischen Geist erfüllten Kaufleute Oberdeutsch-lands hatten, so lange sie Wagemut und vorsichtige Berechnung inEinklang hielten, zunächst noch geradezu die Führung im Welthandel.Der gewaltig anwachsende Anteil an Geldgeschäften der fremdenStaaten resultierte aus Rücksichten auf den erstrebten Schutz ihrerWarengeschäfte durch diese Negierungen. Das Äbermaß der Kredit-gewährung führte zu Bankerotten, selbst der größten Firmen.
Wir sahen, wie sie unter Karl V. das Verbot der Monopolevereitelten. Der Anteil an dem Segen des damals außerordentlichergiebigen Bergbaues erstreckte sich nicht nur auf Neichsboden
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