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Reformation zerbrochen. Tie weltanschaulichen Folgen stehen hiernicht gerade unmittelbar zur Erörterung. Der Hintergrund desSubjektivismus, dessen Anfänge, wenn auch ungewollt, bei den Re-formatoren liegen, läßt immer Heller die Träger der Geistesgeschichteund der politischen Theorien ins Licht treten.
In dieser Periode ist noch allen Richtungen gemeinsam, daß jedeeine für alle Zeiten gültige Glaubenswahrheit gewonnen oder ererbtzu haben glaubt.
Das zweite Moment ist die außerordentliche Steigerung der Haus-macht der tatsächlichen, nicht rechtlichen Kaiserdynastie. Sie ruhteallerdings nie in einer einzigen Hand. Der Besitz der beiden Liniender Habsburger innerhalb der Neichsgrenzen wurde durch ganzerheblichen außerdeutschen Besitz verstärkt. Karl V., der am erstenals Niederländer anzusprechen ist, besser wohl als Übernationaler,besaß innerhalb des Reiches nur die herrliche burgundische Erbschaft.Seinem Bruder Ferdinand hatte er nur zögernd den althabsbur-gischen Besitz im Reiche zugestanden. Dazu fiel diesem nach derSchlacht bei Mohacz als Frucht des maximilianischen Erbvertragesder große Besitz der Krone Böhmen und der ja vom Reiche unab-hängigen Krone Ungarn zu. Mit dieser überkam dem deutschenReiche der Zwang der Hilfe gegen die Türken, die bald auch aufNeichsboden erschienen. Kaiser Karl selbst aber vereinte mit demburgundischen Herzogshute die Königskronen von Kastilien, Ara-gonien und Neapel mit den Kolonien. An diesem Besitze haftete derGegensatz zu dem von fast allen Landseiten eingeschlossenen Frank-reich; daran nahm jedoch auch der Bruder wegen der elsässischenBesitzungen Anteil. And als dritter Brennpunkt hat das ja nochimmer zum Reiche gerechnete Herzogtum Mailand zu gelten. Karl V.fühlte sich als der Herr einer neuen durch Erbrecht zusammenge-wachsenen katholischen Weltmonarchie. Er stand persönlich in deralten Linie der HnivßlLit»,» nKristiHua,, des Zusammenwirkens vonImperium und Nocle»!»,. Er wollte die alte Ordnung erneuern, dochwaren die Widerstände, selbst unter seinen eigenen Staatsmännern,zu groß. Es kamen Konflikte mit den Päpsten und schwerere mitdeutschen Fürsten hinzu, um eine dynastische Universalmonarchie zu ver-hindern. Räumlich mag sein Reich größer gewesen sein als das einstige
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