der Erfüllung seiner Aufgabe inneren Schwierigkeiten begegnen.Statt der Kampfesaufgabe kam die Zeit ruhigen Genusses der reichenGüter des Ordens.
Es entwickelten sich im Ordenslande Preußen tiefe Gegensätze,vor allem, nachdem bei Tannenberg 1410 der Orden von den Polenvöllig geschlagen worden war. Landadel, Städte und Bischöfelehnten sich gegen den Hochmeister auf. Der Städtebund trotzte demKochmeister, die innere Zerrüttung kam den Polen zugute. DerKönig von Polen trug den Gewinn davon. Im Thorner Frieden(1466) blieb nur Ostpreußen in den Händen des Kochmeisters, derdie polnische Lehenshoheit anerkennen mußte. Doch Papst, Kaiser undNeich hatten dem Frieden nicht zugestimmt. Anter den vielen Pro-jekten Maximilians ist auch wechselvoll das verfolgt worden. Poleildurch einen Bund, dem auch der russische Großfürst angehören sollte,zu besiegen, die Ordenslande von der polnischen Herrschaft undOberherrlichkeit zu befreien. Aber schließlich opferte der Kaiser 1515der Heiratsabmachung, die die Erbansprüche auf die KönigreicheUngarn und Böhmen sicherte, den Deutschorden. Hausgutsinteressenwaren gewahrt, diese Heirat hat in der Tat Böhmen und Angarnden Habsburgern zugebracht, aber des deutschen Reiches Vedürf-nisse und Rechte in Preußen waren preisgegeben. Auch das ist eineFolge des Wahlrechtscharakters des deutschen Reiches.
Der Hochmeister Albrecht von Brandenburg hat noch zehn Jahrelang den Lehenseid verweigert, aber 1525 kam er mit dem Polen-könige überein. Albrecht nahm von ihm Preußen als weltliches erb-liches Lehensherzogtum. Der hier ansässige Teil des Ordens wurdesäkularisiert, im Lande die Reformation eingeführt. BischöflicheTerritorien hatten einen Sinn und einige Lebenskraft, solange derBischof noch geistliche Aufgaben hatte, der Ritterorden hatte hierlängst sein Ziel erreicht, er lebte inmitten christlicher Lande. Innerhalbdes deutschen Reiches wurde der katholisch gebliebene Teutschmeisterals Neichsfiirst mit Preußen belehnt. Es war ihm selbstverständlichnicht möglich, diese Rechte in Preußen auszuüben. Er führte inMergentheim ein unkriegerisches Dasein.
Dem Hochmeister unterstand auch der Heermeister für Livland(und andere baltische Gebiete). König Philipp hatte 1207 den großen
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