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König und Neich, ein Kompromiß. Diese Fortschritte sind später zubehandeln. Anderes zerfiel wieder, so der neue Versuch mit dem„gemeinen Pfenninge".
Wenn schon diese Reformen nicht der Initiative Maximiliansentsprungen waren, so mußte er auf dem Augsburger Reichstagevon 1500 auch den schwersten Schritt tun, den er in Worms noch ver-weigert hatte. Ihm wurde auf sechs Jahre ein ständiges „Neichs-regiment", ein Neichstagsausschuß, an die Seite gestellt, der zuNürnberg tagte. Seinen Befugnissen nach war das ein Ersatz fürden König, dem eigentlich nur der Vorsitz, persönlich oder durcheinen Vertreter, übrigblieb. Es zählte außer dem Vorsitzendenzwanzig meist vom Neich besoldete Mitglieder, die so ziemlich dieverschiedenen Vänke des Neichstags vertraten. Die Kurfürstenhatten mit Ausnahme von Böhmen alle einen Vertreter, dazu kamje einer für die damaligen sechs Neichskreise. Das ist ein Direk-torium eines aristokratischen Bundesrates unter Leitung einesmachtlosen Königs. Da das Neichsregiment auch auswärtige Poli-tik zu führen begann, wie selbstverständlich auch der König alshabsburgischer Landesherr, so trieb das beiderseitige Mißtrauen zuKonflikten. Das war mehr eine Schädigung als eine Förderung derNeichsinteressen. Man kann ein Automobil nicht mit zwei Steue-rungen fahren. Logisch handelnd hätte das Neichsregiment denKönig absetzen müssen, umgekehrt löste dieser im dritten Jahredas Negiment auf und forderte dem Erzkanzler das Negiments-siegel ab. Dem Neichsregimente hatte auch der Nückhalt an denNeichsständen gefehlt. Die Territorialherren und die Städte triebenalle für sich ihre eigene Politik, sie wollten sich nicht unter die Leitungeines Königs stellen und auch nicht unter die des Neiches. DieQuadratur des Zirkels war mißlungen.
Es war ein Ningen zwischen zwei ganz verschiedenen Naturen.Maximilian, phantasievoll, äußerst beweglich und vielseitig, auchwiderspruchsvoll, in schnell wechselnden außenpolitischen Lagen,Vertreter des Kaisertums, des deutschen Neiches, der althabs-burgischen und der burgundischen Sache, wollte und mußte eine Aus-bildung von des Neiches Kraft durch Steuern und verbessertes Heererstreben wie Führung der äußeren Politik durch ihn, den Kaiser.
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