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bei den sehr zersplitterten Ständen, die eine Ausdehnung bayrischerMacht nach Schwaben fürchteten, den großen Schwäbischen Bundzustande, der fast 50 Jahre eine bedeutsame Nolle spielte. Er um-schloß den fortbestehenden St. Georgenschild, die schwäbischenNeichsstädte, Vorderösterreich und Württemberg. Durch eine weit-greifende Organisation (mit Vundesheer, Vundeskafse, Bundes-Hauptleuten, Bundesrat usw.) sicherte er die Nuhe im eigenenLande und lieferte den Habsburgischen Königen und Kaisern be-triichtliche Hilfe, so im unglücklichen Schwabenkriege (1499) gegendie Eidgenossen.
Der Bauernkrieg, der nur einzelne Teile Teutschlands ergriff, dieseaber tief erschütterte, war eine soziale, auch religiös bestimmte Re-volution, die in politischer Hinsicht an einem Volkskaiser und an derNeichseinheit festhielt, eine Neform der Neichsverfassung nach fastallen Seiten erstrebte, aber auch sehr radikale Forderungen aufstellte.Doch diese Pläne waren nur selten klar formuliert, die Haufenhandelten für sich. So war der Sieg der Territorialfürsten gegeben.In Franken wie in Schwaben, wo der Bauernkrieg ausgebrochenwar, schlug der Feldherr des Schwäbischen Bundes Georg Truch-seß von Waldburg die Vauernhaufen.
Angesichts des eingetretenen religiösen Zwiespaltes konnte sich derSchwäbische Bund, der die Kräfte der Kleinen zusammengefaßthatte, nicht lange mehr erhalten. Auf föderativer Grundlage wareine Konzentration Schwabens für kurze Zeit an Stelle der mächti-geren Herzogsgewalt getreten. Föderativ war auch der kommendeschwäbische Neichskreis.
Zwischen den Städten des Nordens und Südens walten erheblicheUnterschiede. Die Neichsstädte des Südens tragen den Fernhandelnach Süden, Westen und Osten wesentlich durch eigene Kraft, unterüberlegter Führung der städtischen Näte. Die landesherrlichen Städtetreten hier zurück. Mehr der Nuhm des Kaisertums deckte dieseHandelsfahrten im Auslande, als es besonderer kaiserlicher Schutztat. Kaiser Sigismund hat den einzigen Handelskrieg in Fühlung mitden Vodenseestädtern gegen Venedig geführt. Für diesen süddeut-schen Handel sind große Handelsgesellschaften, Anteil am Vergsegenund wachsende Beteiligung am Geldhandel charakteristisch. Damit
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