die Bauern der Landesherren gründlichst zu schädigen. Es ist zu be-achten, daß, wie schon im Schwäbischen Bunde die Streulage der«Reichsstädte die gegenseitige Hilfe erschwerte, das erst recht derFall in dem auch durch seine Verfassung lockeren Rheinbünde war.Beide konnten nicht die zu Fuß kämpfenden Teile ihrer Bürgerschaftauf weite Entfernung entsenden, so bauen sich die Vundesverträgeauch im wesentlichen auf „Gleven" auf; die Struktur der beider-seitigen Heere war also nicht sehr verschieden. König Wenzel schlich-tete zeitweilig den Gegensatz, versuchte durch regionale oder nochweitere Landfrieden die Ruhe zu sichern., Die Entscheidung fiel 1388 in hartem Kampfe in Schwaben durchden Sieg des Grafen Eberhard von Württemberg bei Döffingen,in viel leichterem Streite siegte Kurpfalz bei Pfeddersheim. Eineallgemeine Landfriedensordnung wurde erlassen, die Städte unter-warfen sich.
Der Kampf ist der Höhepunkt reichsstädtischer Ziele. Der Schwä-bische Bund griff auch in die Neichspolitik ein, so bei der Wahl undAnerkennung König Wenzels, wobei auch die Macht der Kurfürstenin Frage gestellt wurde. Hätte der Schwäbische Bund aus seinenVerträgen mit den Eidgenössischen Reichsstädten Nutzen ziehenkönnen, so würde der Ausgang vielleicht zweifelhaft gewesen sein,ebenso wenn machtvolle landesherrliche Städte sich angeschlossenhätten. Dieses wurde durch den Kampf des bei Sempach (1386) vonden Eidgenossen besiegten und gefallenen Herzogs Leopold vonÖsterreich, eines sehr fähigen und plänereichen Fürsten, verhindert.So erwies sich die militärische Überlegenheit der verbündeten Terri-torialherren und des Adels über die Reichsstädte als zu groß.
Die Adelsgenossenschaften beschränkten sich fortan, soweit sie sichnicht auf rein gesellschaftliche Zwecke (Tumiergesellschaften usw.)einstellten, auf den Schutz ihrer Privilegien. Als stärkster Bundblieb der wesentlich schwäbische St. Georgenschild übrig, der dieBrücke zu der Organisation der Neichsritterschaft schlug.Die Städte-bündnisse lebten bald wieder auf, lokaler, minder weitstrebend undkraftloser.
Gingen bisher in Schwaben die Stände gegeneinander vor, sobrachte Kaiser Friedrich III. im Interesse des Landfriedens 1487
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