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So schloffen sich die Kurfürsten, wie schon gesagt, zusammen. DieLandesherren wechselten ihre Bündnisse oft. Die Landfriedensbünd-nifse waren in der Regel auf Zeit und einen bestimmten Raum ab-geschlossen. Oft führte auch königlicher Einfluß zu ihrem Abschlüsse.
Besondere Bedeutung gewannen die Bünde, die seitens gleich-artiger Städte geschlossen wurden. Die hohen Ziele und die Ursachendes rheinischen Städtebundes von 1254 wurden schon erwähnt,auch später gab es zahlreiche Bündnisse zwischen Reichsstädten.Karl IV. hatte in der Goldenen Bulle das alte Verbot von Bünd-nissen zwischen Städten erneuert. So sehr seine auf die Territoriensich stützende Politik dabei mit Eifer und Verständnis für die wirt-schaftlichen Ziele der Städte eintrat, war er nicht gewillt, sie zu poli-tischen Mächten heranwachsen zu lassen. Sie sollten bei den regionalenLandfrieden beteiligt sein, die ja gerade ihnen zugute kamen. Mehrnicht. Gleichwohl bildete sich gerade unter ihm und gegen die Fürsten,aber auch gegen den König gerichtet 1376 der Bund schwäbischerReichsstädte, den Karl IV. persönlich vor Alm ziehend nicht zu be-zwingen vermochte.
Sein Sohn Wenzel konnte des Vaters Politik nicht durchhalten,er war auch zu unstät und ohne Kraft. So kam es zum Kampfe.Drei Gruppen, ständisch unterschieden, traten auf. Die Landes-herren bedrohten die Reichsstädte. Der Herzog von Württem-berg war ihr Führer. Der niedere Adel war auf seinen Burgenvon seinen Herren fast völlig unabhängig, der Einzelne machtlos, inVerbänden mächtig, sie beneideten die Städter, „die Pfeffersäcke",und fürchteten zugleich die Landesherren. Solche Adelsbünde ent-standen von Thüringen bis über den Vodensee hinaus in großer Zahl.Sie trugen ständig ihre Abzeichen: Löwen, Falken, Stern, Hornusw., und nannten sich danach. Diese Adelsgenossenschaften, derenMitglieder verschiedenen Herren unterstanden, namentlich dem Reicheund geistlichen Fürsten, hatten sich durch Eidschwur zu Liebe undRecht verbunden, konnten ein stattliches Ritterheer aufbringen undden Städtern ihre Warenzüge abfangen. Die älteren Städtebündewaren Vorbilder der neuen. Diese umschlossen außer Reichsstädtennur selten landsässige Städte oder Landesherren. In ihren Mauernsicher, waren sie auch imstande, nahe gelegene Burgen zu brechen und
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