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nahe liegen, eine Heerfahrt mache, zur Heerfahrt verpflichtet zu sein,darf man den Keim der späteren Sonderstellung Österreichs sehen.Unbestritten ist das Privilegium iu^u8 von angeblich 1156 mit seinennoch weiter sich erstreckenden Vorrechten von Herzog Nudolf IV.um 1359, zugleich mit noch tolleren Urkunden, die auf Cäsar undNero zurückgreifen, gefälscht worden. Gleichwohl fand es Glaubenund wurde erst 1860 völlig entlarvt.
Die Habsburger schwächten ihre Macht durch Teilungen ganzerheblich. Negierende Nebenlinien gab es von 1308 bis 1496 undwieder — vom spanischen Zweige abgesehen — von 1564 bis 1662.Ausgezeichnete Politiker wechselten mit trägen Fürsten.
Vei den Hohenzollern und Wittelsbachern gewann ein Zweig einenneuen Wirkungskreis. Die Linie der in der schwäbischen Heimat ver-bleibenden Hohenzollern kann sich mit dem Aufstiege der in das frän-kische Neichsgutgebiet verschlagenen Burggrafen von Nürnberg nichtvergleichen, die 1415 die brandenburgischen Kurlande hinzugewannen,aber auch wieder von dem fränkischen Besitze trennten. Die bayrischenWittelsbacher hatten mit ihren exzentrischen Besitzungen (Branden-burg, Holland und Hennegau, auch Tirol) nur kurze Zeit Glück. Auchsie zersplitterten von 1253 bis 1545 die Stammlande. Der Zweig, derseit 1214 in der Pfalz regierte, zerfaserte namentlich von 1410 annoch mehr seinen Besitz, so sehr, daß kaum irgendein Mensch dieseWirrnis genau im Gedächtnis hat. Am Niederrheine gingen in ver-wickelten Erbschaften die Lande Iülich, Kleve, Berg, Mark undNavensberg der 1511 erfolgenden Vereinigung entgegen. Geteiltwurde auch mit kurzen Ausnahmen die Landgrafschaft Hessen,dauernd von 1252 an der welfische Besitz Vraunschweig. Nur fürkurze Zeit entstand 1422 durch die Verleihung des HerzogtumsSachsen-Wittenberg mit der Kurwürde an das Haus Wettin, dasdie Mark Meißen schon besaß, ein erheblicher räumlicher Zusammen-schluß. Doch schon 1466 teilten sich die Wettiner für immer in dieernestinische und die albertinische Linie. Jene parzellierte weiter, diesewar vorsichtiger. Wenn auch die Territorien durch Erbschaften ausge-storbener Dynastien wuchsen, so machten das die Teilungen wiederwett. Die väterliche Sorge für die nachgeborenen Söhne in Ehren,diese Zerspaltung stoß doch aus der Anschauung heraus, daß der erste
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